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Silenen

Gemeinde legt erfreuliche Jahresrechnung vor

Im Zentrum der Gemeindeversammlung Silenen, die in Bristen stattfindet, steht die Rechnung 2024, die mit einem Ertragsüberschuss von gut 39’000 Franken abschliesst.
Die Gemeinde Silenen schreibt schwarze Zahlen.
Bild: Florian Pfister (Silenen, 9. 8. 2023)

Wie im Vorjahr kann der Gemeinderat erneut einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. Die Jahresrechnung 2024 schliesst bei einem Aufwand von 8’125’121 Franken und einem Ertrag von 8’164’577 Franken mit einem Überschuss von 39’456. Franken ab (Vorjahr Ertragsüberschuss 48’540). Der Voranschlag 2024 rechnete mit einem Aufwandüberschuss von 43’900 Franken. Somit schliesst die Rechnung 2024 um 83’356 Franken besser ab als budgetiert. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das per 31. Dezember 2024 netto 2’751’370 Franken beträgt.

Diverse Mehreinnahmen und Minderausgaben

Hauptverantwortlich für das bessere Resultat sind vor allem Mehreinnahmen bei den Gemeindesteuern sowie beim kantonalen Finanzausgleich. Auch der Anteil am Ertrag kantonaler Grundstückgewinnsteuern lag rund 34’000 Franken über den Erwartungen. Die Löhne für die Oberstufe lagen rund 107’000 Franken unter den Erwartungen. Auch die Dividende der Kraftwerk Bristen AG war über dem Budget.

Auf der negativen Seite schlugen beispielsweise die Ernstfalleinsätze der Feuerwehr, der Aufwand für Wertberichtigungen Sachanlagen, der Aufwand bei der Ver- und Entsorgung Liegenschaften, der Winterdienst und der Unterhalt Strassen und Verkehrswege zu Buche. Ebenfalls fielen gegenüber dem Budget rund 69’000 Franken mehr für Pflegerestkosten und 52’000 Franken mehr für wirtschaftliche Sozialhilfe an. Ausserdem wird wiederum ein Gemeindebeitrag an die Wasserversorgung Silenen geleistet.

Infolge der verschiedenen Mehreinnahmen und Minderausgaben konnten im Jahr 2024 nicht budgetierte zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 435’000 Franken getätigt werden. Ausserdem wurden zwei Vorfinanzierungen von je 150’000 Franken für Schulhausbauten und Groberschliessungen sowie eine Vorfinanzierung von 100’000 Franken für die Sanierung der Talstrasse, Bristen, gebildet.

Investitionsrechnung

In der Investitionsrechnung betreffen die hauptsächlichen Investitionen von rund 188’000 Franken den neu erstellten Löschwasserbezug Riggwald (Reservoir) sowie die Kosten für diverse Belagssanierungen von rund 25’000 Franken. Zusätzlich wurde in den Unterhalt der Schulhäuser Silenen und Amsteg, in den Bau und Unterhalt von Sportanlagen, in den Ersatz von Quecksilberleuchten (4. Tranche Bristen), in die Sanierung der Talstrasse Bristen (diverse Etappen) sowie in diverse kleinere Projekte investiert.

Anpassung der Hundehalteverordnung

Die Verordnung über die Hundehaltung und Hundetaxen in der Gemeinde Silenen (Hundehalteverordnung) ist seit dem 1. Januar 1995 in Kraft. Aufgrund verschiedener gesetzlicher und gesellschaftlicher Änderungen ist eine Totalrevision des erwähnten Rechtserlasses angezeigt. Die Totalrevision der Hundehalteverordnung wurde aufgrund der aktuell geltenden Verordnung, den Erfahrungen aus der Praxis und zwischenzeitlich neu überarbeiteter Verordnungen anderer Urner Gemeinden erstellt. Hauptpunkte der Revision sind die Erhöhung und Indexierung der Hundesteuer, die Berücksichtigung der Mikrochips und Abschaffung der Hundemarke, Steuerungsmöglichkeiten bei besonderen Situationen (Maulkorbpflicht, Leinenpflicht etc.) und die Anpassung der Steuerpflicht für unterjährigen Besitz.

Unter dem Traktandum «Orientierungen» wird der Gemeinderat über die Strassenbauprojekte Bristen informieren. (zvg/unp)

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