Am Samstag, 19. September, fand auf dem Areal der Stiftung Papilio eine Begegnung der besonderen Art statt. Menschen mit Fluchthintergrund kochten für ihre Gastgeberinnen und Gastgeber aus Uri und luden sie an den Tisch ein, wie die Gesundheitsförderung Uri in einer Mitteilung schreibt.
Rund 30 Frauen, Männer und Kinder aus Afghanistan, Syrien, dem Iran, Äthiopien und der Schweiz sassen zusammen, um gemeinsam zu essen, zu trinken, Geschichten zu erzählen und zu lachen. Es sei ein lebendiges Bild von gelebter Toleranz, Neugier und Herzlichkeit gewesen. Aus Fremden seien über die vergangenen Jahre hinweg oft Freunde geworden – Freundschaften, die beide nicht mehr missen möchte.
Erfolgsmodell «Plus 1 am Tisch»
Hinter diesen Begegnungen steht das «erfolgreiche» Projekt «Plus 1 am Tisch», das von der kantonalen Fachstelle Gesundheitsförderung Uri unterstützt wird.
Die Idee ist «einfach und wirkungsvoll»: Familien oder Einzelpersonen aus Uri öffnen einmal im Monat ihren Tisch für einen jungen geflüchteten Mann im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Angesprochen werden junge Geflüchtete, die bereits über gute Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen und den direkten Kontakt sowie die Vernetzung mit der lokalen Bevölkerung suchen. Auf der anderen Seite bietet es Einheimischen die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen zu machen.
Nachhaltige Integration durch persönliche Beziehungen
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass der gemeinsame Austausch auch weit über eine einfache Mahlzeit hinausgehen kann, aber nicht muss. So sei es ein gewünschter Nebeneffekt, wenn das Netzwerk auch einmal ein Praktikum oder gar eine Arbeitsstelle ermöglicht. Wenn die Urner Bergwelt gemeinsam entdeckt werde, Skifahren oder Schwimmen gelernt werde. All das passiere – auch neben dem Tisch –, schaffe gegenseitiges Vertrauen, baue Vorurteile ab und verbinde Kulturen auf Augenhöhe.
Das Projekt freut sich gemäss der Mitteilung über weitere Menschen, die bereit sind, einmal im Monat ihren Tisch zu teilen und Teil dieser Erfolgsgeschichte zu werden. (zvg)
Weitere Informationen: info@gesundheitsfoerderung-uri.ch



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