In Sursee staut es – besonders beim Schlottermilchkreisel, wenn die Kantischülerinnen und -schüler die Strasse in Scharen überqueren. FDP-Kantonsrat Thomas Meier (Schenkon) verlangte deshalb in einem Vorstoss, zu prüfen, ob man die Fussgängerstreifen dort aufheben könnte. Die Regierung stellte sich auf den Standpunkt, eine Aufhebung sei aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar. Trotzdem bestehe ein Verkehrsproblem beim Kreisel – deshalb beantragte sie, das Postulat für teilweise erheblich zu erklären.
Der Kantonsrat folgte mit 58 gegen 52 Stimmen knapp der Empfehlung der Regierung – erstaunlicherweise waren sich SP, Grüne, GLP und SVP einig, dass nur eine Gesamtplanung eine Lösung beim Kreisel hervorbringen könne, die für alle Verkehrsteilnehmenden funktioniere. Der Tenor dieser Parteien: Eine Aufhebung des Fussgängerstreifens benachteilige Velofahrerinnen und -fahrer sowie Menschen mit Behinderungen, denn die nahe Unterführung sei für diese untauglich.
Ein grosser Teil der Mitte unterstützte die Vollerheblichkeitserklärung. Thomas Meier betonte, bei seinem Vorstoss gehe es nur um die Prüfung einer Aufhebung, nicht um die Aufhebung selbst. Andere Lösungen, zum Beispiel eine Barriere, seien auch akzeptabel. Auf die Gesamtplanung zu warten, würde zu lange dauern.
Regierungsrat Fabian Peter verwies hingegen genau auf diese Planung: Diese würde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden entwickelt. Dies sei bei einem komplexen Verkehrsknoten, wie der Schlottermilchkreisel es ist, essenziell. Die knappe Mehrheit des Kantonsrats folgte dieser Empfehlung – vorerst müssen sich die Verkehrteilnehmenden beim Kreisel also noch gedulden. (fg)

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.