Am Freitag, 1. Mai, wird abends 19 Uhr mit Domherr Josef Zwyssig in der Herzjesu-Messe in der Kapuzinerkirche Stans ein Jubiläum begangen, wie es in einer Ankündigung heisst. Vor 20 Jahren fand unter dem Vorsitz des damaligen Kapuziner-Generalministers Mauro Jöhri die Translationsfeier der heiligen Friedenseremiten-Reliquien statt: Charbel Makhlouf und Nikolaus von Flüe.
In den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts begann am Kollegium St. Fidelis mit dem Latein- und Religionslehrer Hanspeter Betschart und dem vom Libanon herstammenden Französischlehrer Nabih Yammine das Engagement für den Frieden im damals vom Bürgerkrieg schwer geprüften Libanon. Daraus ist eine Vereinigung namens «Solidarité Liban-Suisse» (SLS) entstanden. Diese hat sich zum Ziel erklärt, den Christen im Libanon tatkräftig mit Gebet, Geldsammlungen und Materialien kontinuierlich zu helfen. Sie beruft sich auf den Einsiedlermönch Charbel Makhlouf (1828–1898) aus Bekà Kafra im Libanon, heiliggesprochen 1977 durch Papst Paul VI., und den Eremiten Bruder Klaus (1417–1487) vom Flüeli, heiliggesprochen 1947 durch Papst Pius XII., die als heilige Friedenseremiten verehrt werden. Daraus hat sich eine europaweit wirkende Gebetsvereinigung entwickelt.
Mit Unterstützung des Vereins Kapuzinerkirche Stans (VKS) wurde auf Wunsch der SLS unter dem Vorsitzenden Nabih Yammie vom Bündner Kapuziner Mauro Jöhri am 3. Februar 2006 in der Heiliggrabkapelle der Kapuzinerkirche die Reliquien feierlich eingelassen und am 19. Mai 2006 mit einem Festgottesdienst quasi besiegelt. Dazu schuf der Stanser Künstler José de Nève die beiden Eremitenheiligen darstellenden Holztafeln für die Kapuzinerkirche. Sie geleiten zur Heiliggrabkapelle symbolisch in franziskanischer Verbundenheit mit Jerusalem und dem Nahen Osten. (zvg)



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