
Mit der Rücklieferung von Solarstrom ins Netz lässt sich heute nicht mehr so viel Geld verdienen. Die CKW bietet nun neue Wege an, um mit Solaranlagen Geld zu verdienen. Das Zentralschweizer Energieunternehmen öffnet schweizweit den sogenannten Flexibilitätsmarkt für Photovoltaikanlagen ab 150 Kilowattpeak (kWp). Das entspricht etwa der Grösse von Solaranlagen auf Gewerbe-, Landwirtschafts- oder Industriegebäuden.
Was ist mit Flexibilitätsmarkt gemeint? Ist zu viel Strom im Netz, wird die Produktion einer teilnehmenden Solaranlage automatisch unterbrochen – für wenige Minuten bis maximal zwei bis drei Stunden. Den entgangenen Strom vergütet die CKW mit einem Betrag, der über dem regulären Strompreis und der Rückliefervergütung liegt. Der Flexibilitätsmarkt funktioniert automatisiert: Eine Software erkennt, wann das Netz Unterstützung braucht, und steuert die Anlage entsprechend. Dadurch entstehen keine Aufwände und Risiken für die Anlagenbetreibenden, schreibt die CKW.
Eintrittsschwelle soll gesenkt werden
«Die Energiewende braucht flexible Anlagen, die das Netz stabilisieren. Je mehr Solaranlagen mitmachen, desto besser können wir Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Gleichzeitig werden Solaranlagen wirtschaftlicher für die Produzentinnen und Produzenten», sagt Angela Krainer, Leiterin Geschäftsbereich Energie bei der CKW.
Der Stromkonzern will die Eintrittsschwelle künftig auf 10 Kilowattpeak senken. Dann könnten auch Haushalte mit Heimspeicher, Wärmepumpe oder Elektroauto am Flexibilitätsmarkt teilnehmen.
Schon seit 2009 vermarktet die CKW die Flexibilität von grösseren Anlagen wie Wasserkraftwerken, Batteriespeichern oder Notstromaggregaten. Die Teilnahme am Flexibilitätsmarkt via CKW Flexpool war bisher Anlagen ab einer Grösse von 1000 Kilowatt vorbehalten. (mim)






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