Hoch über dem Garten des Schlösslis Schauensee in Kriens brüten seit fünf Jahren regelmässig Turmfalken, und zwar in einer Nische auf der Südseite des Schlössliturms. Nun wurden erstmals drei Jungtiere durch Martin Buchs von Birdlife Luzern professionell beringt und ausgemessen; dies im Beisein des Vorstandes von Kriensnatur, wie der Verein mitteilt.
«Die drei Jungen machten einen fitten und gut genährten Eindruck und werden ihre Aufgabe als wertvolle Mäusejäger in wenigen Wochen selbstständig erfüllen können», schreibt Robert Sticher von Kriensnatur. Die klassische Vogelberingung bleibe trotz moderner Technologien wie GPS-Logger und Geolokatoren relevant: «Sie ist kostengünstig und kann Langzeitdaten über Lebensdauer, Bruterfolg und Sterblichkeit liefern. Diese können mit Geolokatoren und GPS allein nicht erfasst werden.»
Seit den 1960er-Jahren ist der Turmfalke in den Niederungen der Schweiz seltener geworden. Schuld daran seien die ausgeräumten, intensiv genutzten Landschaften, wodurch das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten abgenommen hätten. Immerhin: In Kriens sei der Turmfalke noch gut verbreitet. Neben der erwähnten Brut sind Kriensnatur mindestens zwei weitere aktuelle Bruten am Sonnenberg bekannt. (hor)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.