Stadt Luzern

Diesel aus Schiff ausgelaufen: Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Am Freitagmorgen ist es im Luzerner Seebecken und der Reuss zu einer Gewässerverschmutzung gekommen. Grund war ausgelaufener Dieseltreibstoff. 

Beim Schwanenplatz in der Stadt Luzern lief am Freitagmittag ein Feuerwehreinsatz. Kurz nach 10 Uhr wurde der Polizei eine Gewässerverschmutzung im Luzerner Seebecken und in der Reuss gemeldet. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem angelegten Schiff am Schweizerhofquai Dieseltreibstoff ausgelaufen war, wie es in einer Mitteilung der Luzerner Polizei heisst. Die Feuerwehr Stadt Luzern errichtete daraufhin zwei Ölsperren – eine im Seebecken und eine in der Reuss.

Diesel aus Schiff ausgelaufen: Die Feuerwehr beim Schwanenplatz im Einsatz.
Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. 4. 2026)

Durch einen technischen Defekt auf einem Schiff sei eine unbekannte Menge Diesel in den See gelangt, so Pascale Gazzo von der Feuerwehr Stadt Luzern auf Anfrage. Die genaue Ursache der Gewässerverschmutzung ist laut Polizei nun Gegenstand laufender Abklärungen.

Um das Wasser vom Öl zu befreien, kämen «hauptsächlich Saugvliese und eine Tamponage zum Einsatz, die dank hohem Fassungsvermögen das Öl aus dem Wasser ziehen können», sagt Gazzo. Für die kleineren Restmengen greife man auf einen Flüssigbinder zurück, der auf das Wasser gesprayt wird, das Öl ummantelt und es in ein biologisches Produkt umwandelt. Der Prozess dauere mehrere Tage, das Produkt könne anschliessend aber im Wasser verbleiben.

«Öl verteilt sich im Wasser jeweils extrem schnell», erklärt Gazzo. Und weil Diesel stark rieche, hätten sich verschiedene Personen bei der Einsatzleitzentrale gemeldet. Für die Tierwelt bestand laut der Polizei aber keine Gefahr. Im Einsatz standen Angehörige der Feuerwehr Stadt Luzern sowie Mitarbeitende der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern. (sig/dvm)

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