Zug

Mit Messer, Schürze und viel Begeisterung: Kinder kochen regionale Gerichte und lernen Nachhaltigkeit

Elf Kinder bereiten beim Ferienpass in der Schulanlage Loreto gemeinsam ein Mittagessen zu. Dabei entdecken sie nicht nur neue Rezepte, sondern erfahren auch, weshalb regionale Lebensmittel gut für Umwelt und Klima sind.
Selbstgemacht schmeckt es am besten: Silvan bestreicht die Spiesschen mit Marinade.
Bild: Jakob Ineichen (Zug, 7. 7. 2026)

Eine Gruppe von Mädchen hat sich in der Schulküche im Loreto um einen Tisch versammelt. Sie gehören zu den elf Teilnehmenden des entsprechenden Ferienpass-Kurses. Während sich Ramona nach Anleitung um die Panade kümmert, schneidet Sophie die Ananas in kleine Stücke. Gleichzeitig rüsten Melania und Bella die Tomaten und Peperoni. Es sind die Zutaten für die Paneer-Spiesse, die es später zum Mittagessen als Hauptspeise geben wird. Paneer ist ein indischer Frischkäse, welcher geschmacksneutral ist und mit einer würzigen Panade eine empfehlenswerte Alternative zu Fleisch darstellt.

Es ist erstaunlich, wie geschickt und selbstverständlich die Mädchen mit den Rüstmessern umgehen. Ihr sicherer Umgang lässt vermuten, dass ihnen Küchenutensilien auch von zu Hause vertraut sind. Zusätzliche Hilfe bieten die Anleitungen, die auf jedem Tisch liegen. Sie erklären beispielsweise den Tunnelgriff, bei dem das Messer durch den von den Fingern gebildeten Tunnel geführt wird, und den Krallengriff, bei dem die Hand eine Art Kralle bildet und beim fortlaufenden Schneiden nach hinten wandert.

Eine zweite Gruppe ist für das Dessert zuständig und schneidet verschiedene Früchte und Beeren in kleine Stücke und tunkt sie danach in flüssige Schokolade. Zwei Mädchen decken währenddessen den Tisch. Kursleiterin Alina Burri nutzt eine kurze Backpause, um den Kindern im Foyer zu erklären, warum es sinnvoll ist, heimische Lebensmittel zu kaufen. Die Kinder wissen erstaunlich gut, welche Lebensmittel im eigenen Land angebaut und welche importiert werden. Aufmerksam hören sie der Kursleiterin zu. Beim abschliessenden Quiz ist jedoch Eile geboten: Aus der Küche strömt bereits ein feiner Duft, und der Hunger meldet sich.

Das Abschmecken gehört ebenfalls zum Kochprozess.
Bild: Jakob Ineichen (Zug, 7. 7. 2026)

Gemeinsames Essen

Um zwölf Uhr sitzen alle erwartungsvoll am Tisch. Alina Burri erklärt kurz die Abläufe. An diesem Morgen wird sie von drei weiteren Helferinnen und Helfern unterstützt, die gemeinsam mit ihr für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die jeweiligen Kinder, die bei der Zubereitung eines Gerichts mitgeholfen haben, dürfen es schöpfen.

Es gibt als Vorspeise Gemüsesticks mit Dips und als Hauptspeise Kichererbsensalat mit gebackenen Paneer-Spiessen. Die von den Kindern zubereiteten Gerichte präsentieren sich farbenfroh und schmackhaft. Besonders hervorzuheben ist der frisch zubereitete Hummus, der als Dip bestens zu den bunten Gemüsestäbchen passt.

Alle Rezepte stellt Fit for Future (Eigenschreibweise: fit4future) zur Verfügung; auch Alina Burri ist für die Organisation tätig. Fit for Future sensibilisiert für eine ausgewogene Ernährung und bezeichnet sich auf ihrer Website als grösste Gesundheitsinitiative der Schweiz.

Nach dem Essen wird ganz selbstverständlich gemeinsam abgeräumt. Was übrig bleibt, dürfen die Kinder in mitgebrachten Boxen nach Hause nehmen. Zusätzlich bekommen sie die leckeren Rezepte und jede Menge Inspiration für eine gesunde Ernährung, die sich schnell und einfach im Familienalltag umsetzen lässt.

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