Neben der Abrechnung des Kredits zur Erweiterung des Magazins Häldi und drei Einbürgerungen darf der Gemeinderat Attinghausen am 18. Mai an der Frühlingsgemeindeversammlung positive Jahresabschlüsse präsentieren. Zudem wird über das Projekt «Betreutes Wohnen» beim Alters- und Pflegeheim Rüttigarten informiert, an dem die Gemeinde Attinghausen als Trägergemeinde beteiligt ist.
Die Rechnung 2025 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Gewinn von 198'053 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 459'800 Franken. Das effektive Ergebnis liegt also um 657'853 Franken über den Erwartungen. Die Einnahmen beliefen sich auf 6,6 Millionen, bei Ausgaben von 6,4 Millionen.
Hauptgründe für das bessere Ergebnis sind insbesondere höhere Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen sowie Mehreinnahmen bei Gebühren und Entgelten. Auch der Finanzertrag fiel deutlich höher aus, unter anderem aufgrund einer Neuschätzung und der damit verbundenen Aufwertung der Liegenschaft Burgstrasse 21. Auf der Ausgabenseite blieb die Gemeinde dank konsequenter Sparpolitik und disziplinierter Haushaltsführung unter dem Budget.
Der Gemeinderat beantragt, die Rechnung 2025 zu genehmigen und den Überschuss dem Eigenkapital gutzuschreiben. Dieses erhöht sich per 31. Dezember 2025 auf 3'017'649 Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 77'733 Franken, unter anderem für die Beleuchtung der Turnhalle, Anpassungen im Schulhaus sowie in das neue Siedlungsleitbild. Die Nettoschuld pro Einwohner konnte weiter gesenkt werden und beträgt neu 113 Franken (Vorjahr CHF 292).
Auch die Wasserversorgung schliesst erfreulich ab
Die Rechnung der Wasserversorgung weist einen Überschuss von 65'176 Franken aus, gegenüber budgetierten 25'500 Franken. Die Einnahmen aus Wassertaxen lagen leicht über dem Budget, ebenso die Anschlussgebühren. Gleichzeitig konnten die Ausgaben, insbesondere bei Unterhalt und Anschaffungen, deutlich unter den Erwartungen gehalten werden. Der Gemeinderat beantragt, auch diese Rechnung zu genehmigen und den Überschuss dem Eigenkapital der Spezialfinanzierung gutzuschreiben. Dieses beträgt neu 862'137 Franken.
Nur nicht sorglos werden
Die positiven Abschlüsse wirken sich direkt auf den Finanzplan der Gemeinde Attinghausen aus. Sie tragen dazu bei, sowohl die laufenden Investitionen, wie beispielsweise die Sanierung und Erweiterung der Kreisschule Seedorf, als auch anstehende Projekte, darunter die Sanierung der Primarschule Attinghausen und verschiedene Vorhaben im Bereich der Strasseninfrastruktur, besser bewältigen zu können. Gleichzeitig wird das Risiko, gegen 2030 in einen Bilanzfehlbetrag zu geraten, deutlich reduziert.
Gemeindeverwalterin Zita Stadler ordnet die erfreulichen Ergebnisse in der Medienmitteilung so ein: «Die äusserst positiven Resultate bestätigen den eingeschlagenen finanzpolitischen Kurs. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass bereits bedeutende Investitionen umgesetzt werden und weitere grosse Projekte bevorstehen. Eine nachhaltige und vorausschauende Finanzplanung bleibt deshalb zentral.» Zudem könne noch nicht verifiziert werden, ob es sich beim Steuermehrertrag der natürlichen Personen um einmalige Ereignisse oder wiederkehrende Effekte handelt. Weiter weist Stadler darauf hin, dass die guten Ergebnisse Handlungsspielraum verschaffen, aber kein Anlass zur Sorglosigkeit sein sollten. (unp)



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