An der Spitze des Luzerner KMU- und Gewerbeverbands (KGL) kommt es zu einem Wechsel: Nachdem Gaudenz Zemp zum Gemeindepräsidenten von Horw gewählt worden ist, gibt er sein Amt als KGL-Direktor wie vorgesehen ab. Sein Nachfolger wird Jérôme Martinu, früherer Chefredaktor der Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben in Zug, Nid-, Obwalden und Uri. Zemp tritt per 1. August zurück – nach genau zehn Jahren, wie der Verband mitteilt. Am 1. September tritt er sein neues Amt als Gemeindepräsident an.
Martinu wird bereits per Juni in einem Teilzeitpensum starten und dann per August die operative Leitung des Verbands mit gut 13'500 Mitgliedschaften übernehmen. Zemp seinerseits wird bis Ende Jahr noch einige Aufgaben im Auftrag des KGL ausführen, bevor er auch diese an Martinu übergibt. Dazu gehören das Präsidium der Zentralschweizer Bildungsmesse (Zebi) sowie die Führung der KMU- und Gewerbegruppe des Kantonsrats. Ob Martinu einer Partei beitreten wird, lässt er auf Anfrage offen. Auch so sei er wohl überdurchschnittlich vernetzt, sein politisches Profil sei liberal. Sein Vorgänger Gaudenz Zemp gehört der FDP an.
Präsident spricht von idealer Besetzung
Die Suche nach einer geeigneten Nachfolge oblag dem Verbandspräsidenten Peter With und seinem Vorstand. Mit dem 49-jährigen Krienser habe man eine Persönlichkeit mit dem gewünschten Profil gefunden, heisst es in der Mitteilung. Durch seine bisherigen Tätigkeiten sei er bestens qualifiziert, um in den drei relevantesten Handlungsfeldern Akzente zu setzen: KMU-Politik, Dienstleistungen und Mandate sowie Öffentlichkeitsarbeit. Der gesamte Vorstand erachte ihn als ideale Besetzung, «um die sehr erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers dynamisch fortzusetzen», wird With in der Mitteilung zitiert. Martinu sei in politischen Kreisen, bei Medienschaffenden aber auch der breiten Bevölkerung bestens bekannt.
Jérôme Martinu war während fast acht Jahren LZ-Chefredaktor. Über die vergangenen Jahre pflegte er in seiner beruflichen Funktion einen stetigen Austausch mit dem KMU- und Gewerbeverband. «Ich habe den KGL immer als einen kooperativen, lösungsorientierten Verband und als wichtige, pointierte Stimme der Luzerner KMU-Wirtschaft wahrgenommen», wird Martinu zitiert. «Diese starke Positionierung gilt es weiter zu pflegen.» Mit den Werten des Verbandes könne er sich sehr gut identifizieren. Er freue sich, künftig seinen Teil für eine erfolgreiche Weiterentwicklung beitragen zu können.
Zu einem Wechsel kam es auch im Vorstand des KGL: An der Delegiertenversammlung am Mittwochabend in Aesch wurden die zurückgetretenen Fredy Lötscher und Daniel Keller zu Ehrenmitgliedern ernannt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Urs Marti und René Röösli. (cgl)


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