Man wolle gemeinsam auf den Weg gehen und im Dialog am Projekt weiterarbeiten, betonte Gemeindepräsident Walter Marty zum Auftakt der Info-Veranstaltung. Das geht aus einer Medienmitteilung der Gemeinde Erstfeld hervor.
Rund 50 Personen vertraten verschiedenste Erstfelder Vereine. Sie alle sollen dereinst im neuen Mehrzwecksaal neben dem Wytheid-Schulhaus von einer zeitgemässen Infrastruktur für ihre Aktivitäten profitieren.
Der Bedarf an Infrastruktur ist je nach Art der Anlässe und der Organisation sehr unterschiedlich, heisst es weiter in der Mitteilung. Viele der heutigen Bedürfnisse seien bekannt. Die Diskussion am Info-Abend habe gezeigt, dass viele Vereine daran sind, ihre Angebote und Veranstaltungen laufend den Bedürfnissen ihrer Kundschaft anzupassen. Da können sich Anforderungen an Raum und Infrastruktur schnell verändern. Hinzu komme, dass viele Vereine Lagermöglichkeiten für ihr Material suchen.
Die Gemeinde will im Zuge des Projekts «Erstfeld Plus – Lebensraum für morgen» auch für die Vereine eine Verbesserung erreichen. Gemeindevizepräsident Markus Zgraggen und Gemeinderat Fabian Zgraggen erklärten das Projekt und den Prozess, aus dem der Vorschlag «lisa und bart» als Sieger hervorging. Und sie zeigten auch, wo der heutige Saal im Pfarreizentrum in den Bereichen Brandschutz, Logistik, Küche und Gebäudeisolation derart grosse Schwachstellen aufweist, dass er nur mit grossem Sanierungswand ertüchtigt werden könnte.
Der Ersatzbau für das heutige Pfarreizentrum soll zum neuen Stützpunkt für die Feuerwehr werden. Die Ausfahrt des Lokals mündet direkt auf die Schlossbergstrasse. Damit wird die Erschliessung vollständig vom Schulareal getrennt, was die Sicherheit auf dem Schulareal erhöht. Im gleichen Gebäude wird ein unterteilbarer Mehrzwecksaal mit Bühne, Küche und weiteren Nebenräumen realisiert. Dazu werden Räume für den Mittagstisch gebaut, damit dort bis zu 50 Kinder betreut werden können.
Gemeinsam nutzen – alle profitieren
Ein wichtiger Vorteil des Projektes ist die durchgehende Belegung der Räume zu verschiedenen Zeiten. Dass dies eine gute gegenseitige Absprache erfordert, zeigten die Fragen am Info-Abend. Mehrfach nutzbare Räumlichkeiten sind für die Vereine eine Chance für eigene Angebote.
Nun will die Gemeinde Erstfeld von den Vereinen wissen, wie die Infrastruktur im neuen Mehrzweckgebäude ausgelegt sein soll. Gemeindevizepräsident Markus Zgraggen stellte am Info-Abend klar, dass er im aktuellen Zeitpunkt keinerlei Versprechungen machen könne: «Es ist wichtig, dass wir heutige und zukünftige Bedürfnisse kennen. Nur dann können wir diese besprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen.»
Die Vereine haben bis am 11. Mai Zeit, die für ihre Nutzungen spezifischen Infrastrukturbedürfnisse zu formulieren. Anschliessend wird die Planungskommission alle Anliegen sammeln und auswerten. Der Gemeinderat zeigte sich offen, dem geäusserten Wunsch der Vereine nachzukommen und den jetzt begonnen Dialog fortzusetzen.
Aktuell wird das Siegerprojekt vom Architektenteam zusammen mit der gewählten Planungskommission weiterentwickelt. Dabei werden auch die Kosten im Detail kalkuliert. Im ersten Halbjahr 2026 soll dann die Volksabstimmung stattfinden, wobei die Stimmbevölkerung über die Baukredite für die Neubauten von Mehrzweckgebäude Schlossberg und Schulhaus Linden entscheidet. (sim)

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.