Remo Coldebella, Projektleiter bei der Firma CSD Ingenieure in Altdorf, präsentierte an einer Veranstaltung der Energiestadtkommission Erstfeld den neuen Erstfelder Energierichtplan, bescheidener auch als «Hinweiskarte» bezeichnet. Die Karte zeigt auf, welche erneuerbaren Energiequellen wo in Erstfeld genutzt werden können.
Markus Frei, Mitglied der Energiestadtkommission, zeigte auf, welche Heizsysteme es gibt und mit welchen Vor- und Nachteilen gerechnet werden muss. Systematisch legte er dar, was die Unterschiede zwischen verschiedenen Wärmepumpen, Holzheizungen, Fernwärme und Sonnenenergie sind.
An einem Erstfelder Beispiel illustrierte Energieberater Donat Keusch den sogenannten «Königsweg der Sanierung». Mit zahlreichen Bildern des Hauses auf der Westseite der Bahnhofsunterführung zeigte der Referent, der ebenfalls Mitglied der Energiestadtkommission ist, ein ideales Vorgehen auf.
Informationen zum neuen Energiegesetz
Zum Abschluss erläuterte Martin Imholz vom Amt für Energie Uri verschiedene Aspekte des neuen Urner Energiegesetzes. Es regelt verschiedene Aspekte der Energieversorgung (auch im Bereich Mobilität) und der Gebäudehülle und stärkt damit den Klimaschutz und den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Die anschliessende Diskussion mit dem Publikum verlief angeregt. Einige beschäftigte die Frage nach Verbundmöglichkeiten. «Gehen Sie auf Ihre Nachbarn zu», hiess es, und die Fachleute erläuterten verschiedene gelungene Beispiele von gemeinsamer Energienutzung. Viele der Anwesenden stellten sehr konkrete Fragen zu bestimmten Heizsystemen und zu ihren persönlichen Projekten. Es wurde allgemein informiert, doch blieb auch Platz für die Klärung eigener Anliegen.
Die Unterlagen des Anlasses inklusive Darstellung des Energierichtplans werden auf der Website der Gemeinde Erstfeld zugänglich gemacht. (zvg)

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