Der Gemeinderat Kerns hat im März das Projekt der Erweiterung des Entsorgungshofs und dem Neubau des Werkhofs im Bereich des jetzigen Standorts unterhalb des Gemeindehauses sistiert. Er hat sich zum Ziel gesetzt, andere Optionen wie die Weiterverwendung bestehender Räumlichkeiten Dritter oder im Rahmen der gestarteten Ortsplanungsrevision auch neue mögliche Standorte zu prüfen.
In der Zwischenzeit wurden mehrere Optionen beurteilt und Abklärungen getroffen, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde Kerns hervor geht. In einem nächsten Schritt soll der Standort im Bereich des Fussballplatzes Hinterflue vertieft geprüft werden. Die entsprechende Fläche von rund 0,5 Hektaren ist im Eigentum der Korporation Kerns und wird durch die Teilsame Dorf verwaltet. Der Fussballclub Kerns verfügt über ein grundbuchrechtlich gesichertes Nutzungsrecht. Für den sportlichen Betrieb des FC Kerns hat ein grosser Teil dieser Fläche (Allwetterplatz) eine untergeordnetere Bedeutung. Im Bereich Hinterflue verfügt auch die Schwingersektion Kerns über zwei Sommer-Trainingsplätze.
Zentrale Lage und kein Kulturverlust
Die Gemeinde hat mit den Verantwortlichen der Korporation, der Teilsame Dorf, dem FC Kerns sowie der Schwingersektion Kerns das Gespräch aufgenommen. Es geht in einem ersten Schritt darum herauszufinden, ob und unter welchen Umständen die Realisierung eines Entsorgungshofs im Bereich Hinterflue in Frage kommen kann. Die zentrale Lage und die Vermeidung von Kulturlandverlust habe den Gemeinderat überzeugt, wird Gemeinderat Elmar Stocker als Vorsteher des Departements Tiefbau & Umwelt in einer Mitteilung der Gemeinde Kerns zitiert. «Natürlich sind wir uns jedoch auch der Herausforderungen dieses Standorts mit der Nähe und der Erschliessung zum Fussballspielfeld bewusst».
Der Weg bis zu einer allfälligen Realisierung des Entsorgungshofs im Bereich Hinterflue sei noch weit, heisst es in der Mitteilung. Es gelte, viele Detailfragen zu klären und nach Lösungen zu suchen, welche für alle Beteiligten tragbar seien. (MZ)

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