Der Emmer Einwohnerrat befindet diesen Dienstag über einen Nachtragskredit von 304'000 Franken für den Weiterbetrieb des Kultur- und Kongresszentrums Gersag (KKG) im 2026. Bekanntlich ist die Gemeinde wieder im Lead, nachdem sich der geplante Pächter kurzfristig zurückgezogen hat. Dies haben gleich drei Parteien zum Anlass genommen, dringliche Vorstösse einzureichen. Denn der Gemeinderat will bis Ende Jahr eine Auslegeordnung dazu präsentieren, wie es mit dem KKG ab 2028 weitergehen soll.

In einer dringlichen Interpellation will die SVP unter anderem wissen, welche Massnahmen erforderlich sind, um das KKG wieder mit der früheren Publikumskapazität zu betreiben. Laut der Partei sei diese aktuell eingeschränkt mit Blick auf die Ist-Situation in Sachen Notausgänge, Fluchtwegsicherheit und Brandschutztechnik. In einem dringlichen Postulat fordert die SVP ausserdem die Prüfung einer überparteilichen Begleitgruppe bei der Auslegeordnung und dem längerfristigen Planungsprozess. Denn die erst im November vorgesehene Echogruppe unter Einbezug der Vereine komme zu spät, findet die Partei.
Ebenfalls in einem dringlichen Postulat fordert die SP für den Betrieb die Prüfung von Geschäftsmodellen, «welche dem öffentlichen Charakter des KKG gerecht werden». Die Gemeinde müsse im Lead bleiben. Ein solcher Saal sei durchaus eine kommunale Kernaufgabe.
Ein weiteres dringliches Postulat stammt von der FDP. Diese fordert, einen Verein oder eine Genossenschaft als künftige Trägerschaft des KKG zu prüfen. Hinzu kommt eine FDP-Interpellation, die bereits im Juni eingereicht wurde und ebenso am Dienstag behandelt wird. (hor)




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