Vorstösse im Einwohnerrat

Kulturzentrum Gersag: Weniger Kapazität wegen aktueller Fluchtwegsituation?

Gleich drei dringliche Vorstösse zum Gersag von SVP und SP sind im Emmer Einwohnerrat eingegangen.

Der Emmer Einwohnerrat befindet am kommenden Dienstag über einen Nachtragskredit von 304'000 Franken für den Weiterbetrieb des Kultur- und Kongresszentrums Gersag (KKG) im laufenden Jahr. Bekanntlich ist die Gemeinde wieder im Lead, nachdem sich der geplante Pächter kurzfristig zurückgezogen hat. Dies haben gleich zwei Parteien zum Anlass genommen, auch noch dringliche Vorstösse einzureichen. Denn der Gemeinderat will bis Ende Jahr überdies eine Auslegeordnung dazu präsentieren, wie es mit dem KKG ab 2028 weitergehen soll.

In einer dringlichen Interpellation will die SVP unter anderem wissen, welche Massnahmen erforderlich sind, um das KKG wieder mit der früheren Publikumskapazität zu betreiben. Laut der Partei sei diese aktuell eingeschränkt mit Blick auf die Ist-Situation in Sachen Notausgänge, Fluchtwegsicherheit und Brandschutztechnik. Ebenso hat sie Fragen zur kostengünstigen, äusseren Aufwertung des Zentrums. In einem dringlichen Postulat fordert die SVP ausserdem die Prüfung einer überparteilichen Begleitgruppe bei der Auslegeordnung und dem längerfristigen Planungsprozess. Denn die erst im November vorgesehene Echogruppe unter Einbezug der Vereine komme zu spät, findet die Partei.

Ebenfalls in einem dringlichen Postulat fordert die SP für den Betrieb die Prüfung von Geschäftsmodellen, «welche dem öffentlichen Charakter des KKG gerecht werden». Die Gemeinde müsse im Lead bleiben. Ein solcher Saal sei durchaus eine kommunale Kernaufgabe. Es komme auch niemand auf die Idee, eine Mooshüsli-Badi vollständig Privaten zu überlassen. (hor)

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