Soziales

Emmen will Kontaktstelle Alter ausbauen

Für das Informations- und Beratungsangebot sollen 50 zusätzliche Stellenprozente zur Verfügung stehen.
Nadja Hecht, Ansprechperson der Kontaktstelle Alter.
Bild: Boris Bürgisser (Emmen 17. 1. 2024)

Seit 2024 bietet die Kontaktstelle Alter Emmen (KAE) Informationen und Beratungen bei Fragen rund ums Älterwerden an. Dabei geht es um Themen wie Gesundheit, Lernen, Wohnen und Leben im Alter. Das Angebot ist beliebt: 2025 hat es gemäss Jahresbericht 767 direkte Kontakte verzeichnet, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Nun soll die Kontaktstelle mehr Ressourcen erhalten. Vorgesehen ist eine Aufstockung von 80 auf 130 Stellenprozente.

Der Emmer Gemeinderat will dafür die Kontaktstelle jährlich mit rund  200'000 Franken unterstützen, wie er in einem Bericht und Antrag schreibt. Der Einwohnerrat wird im Rahmen der neuen Leistungsvereinbarung von 2027 bis 2030 darüber entscheiden. Zum Vergleich: Im Budget 2026 hat die Gemeinde 185'000 Franken für die Kontaktstelle eingeplant, 2025 betrugen die Kosten für die Gemeinde 158'000 Franken.

Gemeinde hofft auf Geld von Stiftungen

Die Kontaktstelle ist organisatorisch und räumlich an die Betagtenzentren Emmen AG angeschlossen; sie befindet sich im Zentrum Emmenfeld. Vorgesehen ist gemäss Leistungsvereinbarung, dass die Betagtenzentren weitere 29'000 Franken an die Kontaktstelle beisteuern – davon 25'000 Franken mittels Fundraising. «Bei Stiftungen und beim Kanton gibt es diverse Angebote, welche Unterstützungsgelder für Projekte und anspruchsgruppenbezogene Veranstaltungen sprechen», schreibt der Gemeinderat dazu.

Bisher hätten die Ressourcen der Kontaktstelle nicht immer ausgereicht, um die Angebote aktiv zu bewirtschaften. Hier bestehe eine «grosse Chance, Mehrwerte zu generieren, welche zudem die Gemeindekasse nicht zusätzlich belasten». Weiter könnte die Vernetzung zu Gemeinden verstärkt werden, die ebenfalls am Emmer Angebot interessiert seien. Zudem werde das betriebliche und personelle Risiko «massiv vermindert», wenn die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden kann. (std)

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