Die einmotorige Maschine, die vor einer Woche im Vierwaldstättersee versank, ist gefunden worden. Wie die Luzerner Polizei mitteilt, konnte das Wrack am (heutigen) Montag im Rahmen einer gross angelegten Suchaktion mit Unterstützung der Kantonspolizei Zürich lokalisiert werden. Es liegt in etwa 100 Metern Tiefe auf dem Grund des Sees.
Bei der Suche, die zum Fund führte, war die Kantonspolizei Zürich im Einsatz. Mithilfe eines Seitensichtsonars konnte das Wrack geortet werden. Dabei wird ein Bild des Seegrunds erstellt, auf dem Strukturen erkennbar werden.
Eine Woche lang suchte die Polizei mit verschiedensten Einsatzmitteln nach dem Wrack – nicht nur mit Sonartechnik und einem U-Boot, sondern auch mit weiteren technischen Geräten. Am Montag wurde schliesslich eine strukturierte Sektorensuche durchgeführt: Gebiet für Gebiet wurde methodisch gescannt. In einem dieser Sektoren konnte die Polizei das Wrack mit einem Sonar aufspüren.
Laut Polizei befindet sich der Fundort in jenem Gebiet, in dem das Flugzeug mutmasslich auf dem Wasser aufschlug. Ganz genau lasse sich das aber nicht bestimmen, wie Mediensprecher Yanik Probst erklärt: «Es ist schwierig, dies auf den Meter genau zu sagen. Wichtig ist, dass wir es gefunden haben.» Fest stehe hingegen, dass es auf rund 100 Metern Tiefe liege.
Wann wird das Flugzeug geborgen?
Aktuell klärt die Polizei ab, ob die Trümmerteile an einer Stelle liegen oder über eine grössere Fläche verteilt sind. Diese Abklärungen sind der nächste notwendige Schritt, um den Zustand des Flugzeugs einschätzen zu können. Experten analysieren nun die Gegebenheiten vor Ort: Wie ist der Seegrund beschaffen? Liegt die Maschine frei oder ist sie verkeilt? Diese Fragen sind zentral, um beurteilen zu können, ob und unter welchen Bedingungen eine Bergung möglich ist.
Die entsprechenden Abklärungen laufen derzeit. Im Zentrum stehen dabei sowohl der Zustand des Flugzeugs als auch die konkreten Verhältnisse unter Wasser. Theoretisch sei eine Bergung aus dieser Tiefe möglich, heisst es. Ob sie allerdings technisch machbar ist und mit welchen Mitteln, hängt stark von den Gegebenheiten ab. Ob die Maschine letztlich auf dem Seeboden verbleiben muss, ist derzeit offen. «Für uns ist entscheidend, dass das Flugzeug gefunden wurde – um daraus Erkenntnisse gewinnen zu können», so Probst.
Die Ursache des Unfalls ist weiterhin unklar. Nun sollen die Untersuchungen darüber Aufschluss geben. Die Ermittlungen dazu laufen unter der Leitung der Bundesanwaltschaft in enger Koordination mit Fedpol und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).
Bei der verunfallten Maschine handelt es sich um ein Flugzeug vom Typ Daher TBM 940. Es war am Montag vor einer Woche zu einem Tagesausflug nach Deutschland aufgebrochen, kehrte jedoch nach rund zehn Minuten wieder zum Flugplatz in Buochs zurück.
Eine Stunde später hob es erneut ab. Doch nur wenige Minuten nach dem zweiten Start – gegen 9.45 Uhr – musste der Pilot notfallmässig auf dem Vierwaldstättersee notwassern. Mehrere 100 Meter vom Ufer entfernt versank die Maschine. Der Pilot blieb unverletzt, seine Begleitung erlitt leichte Verletzungen. Beide konnten von einem Polizeiboot gerettet werden.


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