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Gewerbeverband Obwalden

Eine Ehrenmeldung, die verpflichtet: Obwaldner Regierungsrat mahnt zur Vorbildfunktion auch in Zukunft

Der Gewerbeverband Obwalden ehrte die erfolgreichsten LAP-Absolventinnen und -Absolventen. Dazu gab's ein spannendes Referat und gute Musik.

Im Zentrum der Veranstaltung im Pfarreisaal Peterhof in Sarnen am Montag standen ganz eindeutig die jungen Frauen und Männer, welche sich an der Lehrabschlussprüfung vor einigen Wochen mit ihren Leistungen besonders hervorgetan hatten und in Obwaldner Betrieben ausgebildet wurden. Bei der Ehrung der 24 Absolventinnen und Absolventen zeigten sich der Gewerbeverband Obwalden (GVO) mit Präsident Jonas Wieland und Oliver Britschgi, Bankleiter Raiffeisen Obwalden, mit Couverts grosszügig. Die Übergabe wurde von Regierungsrat und Bildungsdirektor Christian Schäli vollzogen. Zur festlichen Stimmung beim GVO-Herbstanlass trug die Band «Limelite» mit Sängerin Fiona und Gitarrist Rafael durch ihre besinnlichen Songs, Swing und Funk in idealer Art und Weise bei.

Schöner Moment für den Bildungsdirektor

Zur Begrüssung der Gäste, darunter Kantonsratspräsidentin Regula Gerig, richtete der Obwaldner Bildungsdirektor seine Worte vor allem an die frischgebackenen Berufsleute. «Hier zu sein, ist für mich ein schöner Moment», betonte Christian Schäli. «Was den Menschen wesentlich macht, ist nicht das, was er tut, sondern in welchem Geiste und wie er es tut», zitierte der Politiker. Er bezeichnete die Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger als Elite in ihren Berufen und als solche, die etwas erreichen möchten.

«Der Durchschnitt scheint euch nicht zu genügen und das macht euch bemerkenswert»,

liess Schäli verlauten. Diese Grundhaltung sei von den Ausbildnern während der Lehrzeit gefördert und gefordert worden und dank ihnen hätten sie als Auszubildende ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen können. «Die Ehrenmeldung, welche sie erhalten haben, verpflichtet jedoch auch, denn sie gelten in ihrem Umfeld als Vorbilder», gab Schäli zu verstehen. «Ich bitte Sie, bleiben Sie sich dieser Rolle immer wieder bewusst!»

Videos für ein anspruchsvolles junges Publikum

Was der Gastreferent Milutin Draskovic den jungen Menschen im Anschluss zu zeigen und zu sagen hatte, dürfte auf Interesse gestossen sein. Der – natürlich ebenfalls junge – Chef des vom Grossverlag Ringier alimentierten Teams Izzy Projects verriet, wie ebendiese jungen Menschen heute via Social Media als Zielgruppen erreicht werden können. Zusammen mit sechs Mitarbeitenden produziert er Informationen, Nachrichten und Unterhaltendes in einer Form, welche von der Mehrheit der Jugend unserer Tage gewünscht ist und entsprechend konsumiert wird. Izzy Projects hat knapp 100'000 Abonnenten, über 700'000 Follower und operiert auf den Plattformen Youtube, Facebook, Instagram und Tiktok. «Wir publizieren Videos für ein junges, urbanes und anspruchsvolles Publikum», bekräftigte Draskovic. Damit erreicht sein Team rund 70 Prozent aller Deutschschweizer zwischen 13 und 35 Jahren. In Worten und bewegten Bildern demonstrierte der Referent, wie Izzy Projects Identifikation schaffen, das Publikum ernst nehmen sowie professionell und ideenreich wirken will. Die Tatsache, dass «auf Social Media jede Plattform ihre eigenen Regeln kennt», bezeichnete der Referent als besonders anspruchsvoll.

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