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Uri

«Ein Zeichen der Zeit» – Positives Echo aus der Bevölkerung zum Prachtbau

Langsam füllt sich der Kantonsbahnhof von Uri mit Leben. So denken die Altdorferinnen und Altdorfer über die 50-Millionen-Franken teure Investition.
Roberto Stella aus Altdorf freut sich über den neuen Kantonsbahnhof. (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 11. Dezember 2021))
Annemarie Wyrsch aus Seedorf, die ihre Enkel hütet, ist zufrieden: «Der Bahnhof ist ein Zeichen der Zeit.» (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 17. Dezember 2021))
Mzgna Chikna aus Erstfeld meint: «Jetzt ist Altdorf eine richtige Stadt.» (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 17. Dezember 2021))
Rita Furrer (links) aus Altdorf erkundigt sich am SBB-Schalter über die Verbindungen Richtung Goldau und St. Gallen. (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 17. Dezember 2021))
Annalise Geisser aus Schattdorf kritisiert: «Es fehlt ein Lift für Rollstuhlgänger.» (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 17. Dezember 2021))
Der Tellbus hält neu an der Westseite des Kantonsbahnhofs Altdorf. (Bild: Christian Tschümperlin (Altdorf, 17. Dezember 2022))

Christian Tschümperlin

Christian Tschümperlin

Christian Tschümperlin

Christian Tschümperlin

Christian Tschümperlin

Christian Tschümperlin

Rund eine Woche nach der Eröffnung ist am Kantonsbahnhof Altdorf bereits ein fast normaler Alltag eingekehrt: Die überdachten Velostände am Ost- und Westteil sind bereits fast voll besetzt. Und das mitten im Winter! Eine Passantin wundert sich, ob die Kapazitäten auch im Sommer ausreichen werden. Und die Busse halten pünktlich. Nur ein zum Areal gehörendes, frisch gepflanztes Bäumchen ist noch etwas kahl und mager an den Ästen. In diesem Ambiente wollte unsere Zeitung von den Altdorferinnen und Altdorfern wissen, was sie denn vom Kantonsbahnhof so halten.

Einer, der hellbegeistert ist vom neuen Bahnhof ist Roberto Stella aus Altdorf, der sich als Organisator des Hip-Hop-Festivals Summer Jam einen Namen gemacht hat: «Ich freue mich riesig. In einer Stunde und 12 Minuten bist du jetzt in Locarno, in 34 Minuten in Bellinzona. Wenn das Wetter nicht stimmt, gehst du ohne Stau in den Süden und landest in einer anderen Welt.» Schade findet er allerdings, dass die Eröffnungsfeier nicht stattfinden konnte.

Auch Annemarie Wyrsch aus Seedorf, die ihre Enkel hütet, scheint zufrieden zu sein: «Der Bahnhof ist ein Zeichen der Zeit. Er ist übersichtlich und einladend. Der Baustil gefällt mir, er ist zeitlos und schlicht.»

Und Mzgna Chikna aus Erstfeld meint: «Der Bahnhof ist schön. Jetzt ist Altdorf eine richtige Stadt.» Er freut sich auf die baldige Eröffnung der Bäckerei Christen Beck im UKB-Gebäude.

Rita Furrer aus Altdorf erkundigt sich derweil am SBB-Schalter nach den Verbindungen Richtung Goldau und St. Gallen. «Der SBB-Mitarbeiter hat seine Aufgabe zu meiner Zufriedenheit gelöst, die Beratung der SBB war schon immer gut.» Er hat ihr zudem eine Liste ausgehändigt für Bahnabfahrten ab Altdorf. «Weil das Handy für mich ein Luxus ist», sagt sie.

Es gibt aber auch Passanten, die sich kritisch äussern. Eine bemängelt beispielsweise, dass der «Beton-Block» nicht in die Gegend passt, will aber nicht namentlich in der Zeitung genannt werden. Annalise Geisser aus Schattdorf steht zu ihrer Meinung: «Es fehlt ein Lift für Rollstuhlgänger und die Rampe ist für diese viel zu steil.» Zudem fehlten in den Bussen der Auto AG Uri neuerdings die Fahrplan-Büchlein zum Mitnehmen. «Das ist für ältere Personen nicht sehr kundenfreundlich.»

Livia (16) aus Altdorf ist gerade mit ihrer Mutter auf dem Weg zum SBB-Schalter. Sie hat die neuen Verbindungen noch nicht benutzt. «Der Bahnhof Altdorf liegt nicht auf meiner täglichen Route.» Sie findet den neuen Bahnhof aber auch eindrücklich und schön. «Für die Zukunft ist es sicher toll, gute Anschlüsse in den Norden zu haben. Vor allem, wenn man eines Tages ein Studium beginnt.»

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