Stadt Zug

Ein Fussgängersteg an der Katastrophenbucht? Motion fordert einen Masterplan für das Seeufer zwischen Rössliwiese und Strandbad

In einer überparteilichen Motion fordern sechs Gemeinderäte die Stadt Zug auf, die Attraktivität des nördlichen Seeufers zu erhöhen.

Die sechs Stadtzuger Politiker Ivano de Gobbi, Patrick Steinle, Philip C. Brunner, Florin Meier, David Meyer und Mathias Wetzel wollen das nördliche Seeufer in der Stadt Zug, konkret den Bereich zwischen Rössliwiese und Strandbad, aufwerten. Dazu haben sie die «Motion Masterplan nördliches Seeufer» eingereicht. Sie fordern, dass die Stadt Zug bis spätestens 2028 einen offenen Gestaltungswettbewerb durchführt, um einen Masterplan zu erarbeiten «zur schrittweisen Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung» des Bereichs innerhalb der nächsten 25 Jahre.

Die Motionäre aus SP, ALG, SVP, Mitte, GLP und FDP wünschen sich eine «langfristig ausgelegte, koordinierte und qualitätsvolle Entwicklung», wie es in der Motion heisst. Nach Ansicht der Motionäre ist «der Fokus des beim Baudepartement in Vorbereitung begriffenen Planungsverfahrens zu einem Seeuferkonzept zu eng gewählt.» Dieser reiche nur von der Katastrophenbucht bis zur Schützenmattwiese. «Es gilt, insbesondere auch das ganze Hafenareal einzubeziehen, ausserdem soll auch ein Schwerpunkt auf die bessere Anbindung des Seeufers an die dahinterliegenden Quartiere gelegt werden», heisst es weiter.

Ein übergeordneter, strategischer Masterplan sei unerlässlich. Es gelte zu vermeiden, dass zukünftige Entwicklungen «lediglich parzellenweise und ohne Abstimmung aufeinander erfolgen». Dank einer vernetzten Betrachtung könnten die im Stadtraumkonzept 2050 definierten Zielsetzungen verfolgt und einzelne Projekte in abgestimmten Etappen realisiert werden.

Vorbild: Seedamm in Rapperswil

Ideen, wie das nördliche Seeufer aufgewertet werden könnte, bringen die Motionäre denn auch gleich ein: Sie schlagen etwa einen Fussgängersteg aus Holz über die Katastrophenbucht vor, welcher ähnlich dem Seedamm in Rapperswil aussehen könnte. Damit soll die Vorstadt entlastet, die Fussgängerinnen und Velofahrer entflechtet und die Vorstadtkatastrophe veranschaulicht werden. Eine weitere Idee der Motionäre: Das Rehgehege für mehr räumliche Tiefe umnutzen und so einen «Landsgemeindeplatz II» schaffen.

Auch könnte nach Ansicht der Motionäre das Schützenmatt-Schulhaus «für ‹bodenständige› Gastronomie und Events sowie Kulturbetrieb» umgenutzt werden. Die Schützenmattwiese soll gemäss Motion «als grosse, zusammenhängende, unverstellte Fläche erhalten» bleiben. Eine weitere Forderung sind einheitlich gestaltete Querungshilfen für den Langsamverkehr über die Chamerstrasse in den Bereichen Alpenstrasse, reformiertes Kirchgemeindehaus, Aabachstrasse, An der Aa und Schutzengel. (stg/rh)

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