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Forschung

Ein Drohnen-Test-Labor im Kanton Uri

Ein neuer Verein will in Altdorf Wirtschaft, Forschung und Kantone zusammenbringen, um Drohnenflüge im alpinen Gebiet zu testen. Beteiligt am Verein sind auch die Kantone Uri, Tessin und Graubünden.

«Aufbauend auf den kombinierten Stärken der drei Schweizer Kantone Uri, Tessin und Graubünden sowie den fortschrittlichen Innovations- und Umsetzungskompetenzen des Switzerland Innovation Park Ticino, einschliesslich seines spezialisierten Drohnenzentrums, wurde mit der Gründung des Alpine Drone Consortium (ADC) eine neue nationale Initiative lanciert», heisst es zu Beginn der Mitteilung des neu gegründeten Vereins.

Drohneneinsätze im alpinen Gebirge sollen unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden können.
Bild: Symbolbild: Christian Beutler/Keystone

Unter realen Bedingungen entwickeln

Der offizielle Launch des ADC fand am letzten Montag, 9. Februar 2026, im Innovations-Biotop Uri in Altdorf statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Industrie und Forschung erhielten Einblicke in die Zielsetzungen, die Governance-Struktur sowie die ersten geplanten Aktivitäten des Konsortiums.

Der Launch wurde von Beiträgen von Urban Camenzind, Regierungsrat des Kantons Uri, Christian Vitta, Regierungsrat des Kantons Tessin sowie Marcus Caduff, Regierungsrat des Kantons Graubünden, begleitet und «unterstrich das starke interkantonale Commitment hinter der Initiative».

Das ADC verfolge das Ziel, ein «sicheres, skalierbares und praxisorientiertes Drohnen-Ökosystem unter realen alpinen Einsatzbedingungen zu entwickeln» und Drohnentechnologien systematisch von der Entwicklung in reale operative Anwendungen zu überführen.

Kantone, Forschung und Wirtschaft

Initiiert von Innovationstransfer Zentralschweiz (ITZ) in Zusammenarbeit mit dem Switzerland Innovation Park Ticino sowie weiteren Partnern, bringe der Verein öffentliche Stellen, Forschungsinstitutionen und Akteure aus der Privatwirtschaft zusammen. Das ADC positioniert sich als «Governance- und Umsetzungsplattform für reale Drohnenanwendungen in anspruchsvollen geografischen und regulatorischen Umgebungen», wie es in der Mitteilung heisst.

Das ADC verfolge einen ganzheitlichen Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Drohnenoperationen. Es ermögliche Drohneneinsätze in alpinen Regionen mit «komplexem Gelände, variablen Wetterbedingungen und geringer Bevölkerungsdichte». Diese Bedingungen würden sich ideal eignen für realitätsnahe, sichere und skalierbare Tests. «Durch klar definierte Governance-Strukturen, Safety- und Compliance-Rollen sowie die enge Koordination mit Behörden schafft das ADC Vertrauen und stellt regulatorische Anschlussfähigkeit sicher», schreibt der Verein.

Ein wachsendes, skalierbares Ökosystem

Für den Präsidenten des ADC, Silvan Küng, ist klar: «Mit dem Alpine Drone Consortium schaffen wir eine strukturierte Plattform, die Drohneninnovation konsequent an realen Einsatzbedingungen ausrichtet. Unser Anspruch ist es, Sicherheit, Regulierung und operative Umsetzung zusammenzuführen und damit ein belastbares Ökosystem mit konkreter Wirkung für Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen.» (rwi/zvg)

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