Schulpolitik

Gemeinde Ebikon führt Handyverbot ein

Ein erster Test sei positiv ausgefallen. Nun soll ab dem nächsten Semester ein einheitliches Verbot zum Tragen kommen.
Keine privaten Handys in Schulhäusern – das gilt bald auch in Ebikon.
Bild: Symbolbild: Max Slovencik (12. 3. 2025)

Während etwa im Kanton Nidwalden private Handys, Tablets und Laptops auf dem Schulgelände grundsätzlich verboten sind, kennt der Kanton Luzern kein pauschales Verbot an Volksschulen. Ein entsprechender Vorstoss wurde Ende 2025 vom Kantonsrat klar abgelehnt. In gewissen Schulen wird die Handynutzung dennoch eingeschränkt – in der Gemeinde Emmen grossflächig, in der Stadt Luzern punktuell. Jetzt zieht die Gemeinde Ebikon nach. Im kommenden Schuljahr 2026/27 will der Gemeinderat ein einheitliches Verbot von «tragbarer Informations- und Kommunikationstechnologie» einführen. Dieses soll in allen Schulhäusern inklusive der Tagesstrukturen gelten. Die Exekutive reagiert damit auf einen Vorstoss der SVP.

Laut Gemeinderat wurde ein Smartphoneverbot bereits im Schuljahr 2024/25 getestet. Die Erfahrungen seien «vielversprechend» gewesen: «Die Lernenden verbrachten die Pausen aktiver, es entstanden mehr persönliche Begegnungen und das soziale Miteinander auf dem Pausenplatz wurde gestärkt.» Der Gemeinderat kommt zum Schluss, dass ein Verbot «fachlich begründet, pädagogisch sinnvoll und rechtlich zulässig» sei. Die Massnahme löse jedoch nicht alle Herausforderungen: «Der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien ist keine ausschliesslich schulische Aufgabe, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche und erzieherische Herausforderung.» (sma)

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