«Ich freue mich, dass heute fast dreissig Personen der GV beiwohnen», begrüsste die Gemeinde- und Genossenschaftspräsidentin Andrea Gisler die Versammlung. «Ein grosser Dank gehört meinem Vorstandsteam, es war ein arbeitsreiches Jahr. Aber auch dem langjährigen Ladenleiterpaar Imholz mit Team und euch allen. Denn ohne eure grosse Kundentreue und die Privatinitiativen wäre das Überleben des Ladens schon längst nicht mehr gesichert.»
Von z'Karis Spezerei zum Dorfladen-Dienstleistungszentrum
Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete die Familie Furrer im Wohnhaus die erste Spezerei im Bergtal. 1913 kauften Karl und Marie Aschwanden den Betrieb. 1958 übernahm die zweite Generation, Paul und Marie Aschwanden-Bissig, «ds Karis Laden». Sie bauten diesen 1965/66 kräftig aus, auch die Bäckerei, und erweiterten damit das Sortiment.
In der Not gründete man nach ihrer Pension am 16. Juni 1993 die Dorfladengenossenschaft. Im Jahr 2016 konnte die Genossenschaft Liegenschaft und Laden günstig von der Erbengemeinschaft erwerben. Die Grundversorgung blieb im Tal gesichert, die Arbeitsplätze erhalten. «Heute ist der Laden im Dorf nicht mehr wegzudenken», betonte die Gemeindepräsidentin, «er ist ein dörfliches Begegnungs- und Dienstleistungszentrum.» Nebst Post, Bank und Laden mit Regionalprodukten wurde kürzlich das Kleincafé im ehemaligen Ladenlokal eingerichtet.
Dies erfolgte auf Initiative des Pächterpaars wegen der Schliessung des Gasthauses Tourist. «Ihr seid im Café jederzeit willkommen. Es ist auch abends zugänglich und hat einen separaten Eingang», erklärte der Ladenleiter. «Wir brauchen euch weiterhin und sind froh um die Kundentreue im Dorf», bedankte sich Bruno Imholz bei den Anwesenden. «Auch auf die touristischen Gäste sind wir zwingend angewiesen, denn ohne sie würde der Laden nicht überleben», ergänzte der Ladenleiter, der auch dem Tourismusverein vorsteht.
Jahresverlust und Planungskredit
«Der Jahresverlust von 7700 Franken ist auf die höheren Unterhaltskosten zurückzuführen», erläuterte Antonia Furrer, die letztmals die Schlussrechnung präsentierte. «Wir mussten kurzfristig defekte Kühlaggregate ersetzen, doch erfreulicherweise unterzeichneten im Vorjahr gut vierzig neue Genossenschafter Anteilscheine.» Nach wie vor bilden die Mitglieder das Rückgrat der Genossenschaft.
Die langjährige Finanzchefin wurde mit einem Blumenpräsent und einem langen Applaus verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt die ehemalige Gemeindekassierin Barbara Gasser an. Dem aktiven Vorstand wurde Decharge erteilt und für die gute Führung gedankt.
Peter Bissig erläuterte zum Schluss den Planungskredit für den Umbau des Wohnhauses. «Es stehen dringende Investitionen an, die wir aber in einem Gesamtkonzept beurteilen wollen», erläuterte der ausgebildete Schreiner und Künstler den Umbau. «Mit dem Kredit von 3000 Franken möchten wir eine Auslegeordnung ermöglichen, die zu einer Baueingabe für Kleinwohnungen führen könnte», so der Bauressortverantwortliche. Der Vorstand sei zuversichtlich, dass künftig ein Bedürfnis für kleinere Wohneinheiten in Isenthal bestehe. Die Versammlung stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.




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