Als erstes wird im Kino Leuzinger eine spannende Monografie präsentiert, die vergnüglich zeigt, wie politischer Widerstand mit künstlerischen Mitteln möglich ist: der Text- und Bildband «Filme für den kreativen Widerstand. Zum Wirken Karl Saurers». Zwölf anregende, inspirierende und vergnüglich zu lesende Essays führen in die wichtigsten Filme des 2020 verstorbenen Einsiedler Regisseurs ein. Vom ersten bis zum letzten Werk ging es Saurer immer um kritische Auseinandersetzungen mit gesellschaftspolitisch wichtigen Themen. Ein biografischer Beitrag mit vielen Selbstaussagen gewährt einen spannenden Einblick in seinen Werdegang.
Anschliessend an die Buchtaufe kommt es zur Vorführung des 1971/72 entstandenen Films «Ruhe»: ein Zeugnis über eine Schweiz nach 1968. Neben einem kritischen Blick auf die damaligen gesellschaftspolitischen Verhältnisse gibt der Film verschiedenen Aufbruchs-Bewegungen ein Gesicht: Dem Anliegen um eine freiere Erziehung und mehr Mitbestimmung bei Bildungsfragen, dem Engagement für einen Zivildienst, den Lehrlingsgewerkschaften, der Frauenbefreiungs-Bewegung, dem Protest gegen Verdrängung von günstigem Wohnraum, der Antirassismus-Bewegung.
Elena M. Fischlin, langjährige Mitarbeiterin Karl Saurers, wird in das Buch und in den von der Zensur endlich freigegebenen Film einführen. (zvg/unp)
Kino Leuzinger, Altdorf: Mittwoch, 7. Februar, 20.15 Uhr: Premiere Buch und Film von Karl Saurer.

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