Für ihre diesjährige Theatersaison haben Wolfenschiessens Theaterleute «Alle lieben Opal» ausgewählt. Den unterhaltsamen Dreiakter hat Regisseur Roger Wicki bearbeitet und inszeniert ihn nach dem Original von John Patrick, wie einer Mitteilung der Theaterleute zu entnehmen ist. Sabina Knobel Niederberger und Aline Niederberger erarbeiteten die Dialektfassung. Am Samstag, 2. Mai, um 20 Uhr findet in der Mehrzweckanlage «Zelgli» die Premiere statt.
Nach der erfolgreichen Freilicht-Inszenierung von «Rosa – verdingt» legte die Wolfenschiesser Spielerschar letztes Jahr eine Spielpause ein. Dabei seien sie nicht untätig geblieben, galt es doch den Vorstand zu komplettieren, das neue Stück auszuwählen und vor allem einen neuen Spielleiter oder eine Spielleiterin zu finden. Mit dem 54-jährigen Roger Wicki aus Ebikon, einem ausgebildeten Komödianten und Schauspieler, konnte ein «ausgewiesener Theaterfreak» verpflichtet werden, wie es in der Mitteilung heisst.
Ein kurzes Wort verdient auch der Autor John Patrick, der in Louisville Kentucky im Süden der USA geboren wurde. Er schrieb erfolgreiche Stücke für den Broadway. Weltruhm erlangte er durch den Film «Die Oberen Zehntausend» mit Grace Kelly, wofür er das Drehbuch schrieb.
Worum dreht sich das Lustspiel?
Wer Opal hört, denkt logischerweise an besonders wertvolle Edelsteine. So ein Juwel, jedoch ein ungeschliffenes, ist wahrlich auch Opal, die Titelheldin dieses Stücks. Ihr genaues Alter ist unbekannt, sie gibt sich als Eigenbrötlerin aus und übt den Beruf der leidenschaftlichen Sammlerin von alten Sachen aus – was andere als «Grümpel» bezeichnen würden.
Zusammen mit einem streunenden Kater haust sie in einer heruntergekommenen Villa inmitten von wertlosem Plunder, gebrauchten Teebeuteln und einer auch sonst eigentümlichen Ordnung. Mit ihrem alten Leiterwagen ist Opal da und dort anzutreffen, um ihre «Sammelstücke» zu finden.
Dabei karrt sie alles, das jemand und an einem anderen Ort weggeworfen oder liegengelassen hat, nach Hause. Die chaotischen Zustände sind unvorstellbar und mehr als nur unzumutbar.
Drei Ganoven und Opal
Auf einer ihrer Touren lernt sie die junge Gloria kennen, die einer dreiköpfigen Verbrecherbande angehört, die sich mit kleinen Gaunereien über Wasser hält. Die skurrile Bruchbude der liebenswerten Abfallsammlerin Opal wird zum Schlupfwinkel dieses Gaunertrios. Gloria, Arturo und Theodor haben gerade mit der Herstellung von «echt französischem Parfum» Pech gehabt und stecken in Finanznöten. Das bringt sie auf die hinterhältig-makabre Idee, für Opal eine hohe Lebensversicherung abzuschliessen und zu versuchen, sie ums Eck zu bringen, um an das grosse Geld heranzukommen. Das Trio heckt dabei unbeholfene Mordpläne aus.
Opal aber ist von entwaffnender Naivität und glaubt felsenfest an das Gute im Menschen. Das scheint sie unverletzlich zu machen und bringt die drei Gauner, denen sie mit grösster Freundlichkeit und einem unglaublichen Optimismus begegnet, in arge Gewissensnot. Welches Ende wird diese amüsante und ergreifende Geschichte wohl nehmen? (zvg)
Aufführungsdaten
Samstag, 2. Mai, 20 Uhr, Premiere
Sonntag, 3. Mai, 18 Uhr
Freitag, 8. Mai, 20 Uhr
Samstag, 9. Mai, 20 Uhr
Sonntag, 10. Mai, 18 Uhr
Mittwoch, 13. Mai, 20 Uhr
Freitag, 15. Mai, 20 Uhr, Dernière



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