notifications
Kriens

Die Sonnenbergbahn steht vor grossen Investitionen

2030 muss die historische Bahn die Konzession erneuern. Um dies zu schaffen, wird mit Kosten von rund einer Million Franken gerechnet.
Die Sonnenbergbahn oberhalb von Kriens.
Bild: Bild: Patrick Hürlimann (20. 5. 2024)

48’136 Passagiere haben 2023 die Sonnenbergbahn genutzt. Damit befinden sich die Zahlen «definitiv» wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Coronakrise, wie die Stadt Kriens mitteilt, die Mehrheitsaktionärin der Sonnenbergbahn AG ist. Diese sei finanziell gesund und konnte einen Gewinn von rund 182’000 Franken aus dem Personenverkehr erzielen. In den vergangenen Jahren sei es der Bahn gelungen, einen Erneuerungsfonds zu äufnen, in dem nun 260’000 Franken angelegt sind.

Dies ist nötig, weil die 1902 eröffnete Bahn vor einer «Herkulesaufgabe» steht, wie es in der Mitteilung heisst. 2030 steht die Konzessionserneuerung an, dafür müssen Auflagen des Bundesamtes für Verkehr erfüllt werden. Gerechnet wird mit Investitionskosten von rund einer Million Franken für Restaurierungen und Instandhaltungen.

Stahlbrücke wird bald saniert

Der grösste Brocken folge dabei im kommenden Herbst: Dann soll die grosse Stahlbrücke im unteren Streckenabschnitt renoviert werden. «Aktuell laufen die Detailplanungen, um die Brücke im kommenden November aus dem Fundament zu heben und in einem Spezialwerk restaurieren zu lassen», wie die Stadt Kriens schreibt. «Die Finanzierung will die Bahn so weit wie möglich aus eigenen Kräften stemmen.» Sie hoffe dabei auf Unterstützung durch die Denkmalpflege – und plane ab Herbst verschiedene eigene Aktionen. So soll es eine Fortsetzung des Kinderbuches «Der Sonnenzwerg ond s blaue Bähnli» geben. Weiter sei der Aufbau eines Webshops in Arbeit.

Möglich sei der Aufbau des Erneuerungsfonds auch, weil die «Bähnlimanne», mehrheitlich Pensionierte aus Kriens, für eine «symbolische Entschädigung» arbeiten würden, heisst es in der Mitteilung. Weiter unterstützt die Stadt den Bahnbetrieb mit Beiträgen von rund 75'000 Franken pro Jahr sowie durch die Bereitstellung personeller Ressourcen. (std)

Kommentare (0)