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Statistik

Die Kantonspolizei Uri verzeichnet 2024 mehr Straftaten und Unfallverletzte

Die Kriminalität hat im Kanton Uri im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent zugenommen. Die Zahl der im Strassenverkehr verunfallten Personen stieg um rund 14 Prozent an. Und auch bei der Kontrolle des Schwerverkehrs hatte die Kantonspolizei Uri einiges zu tun.
Die Cyberkriminalität hat in Uri zugenommen.
Bild: Getty

«Die Kriminalitätslage im Kanton Uri im Jahr 2024 ist nach wie vor auf einem tiefen Niveau», ist in der Kriminalitätsstatistik zu lesen. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1126 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz und Ausländergesetzgebung erfasst, was einer Zunahme von 101 Straftaten (10 Prozent) entspricht.

Die Gesamtzahl der Straftaten gegen Leib und Leben ist gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 117 verzeichnete Delikte gestiegen. 2024 wurde im Kanton Uri weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt begangen; es mussten jedoch zwei Straftaten wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung mit Schneid- oder Stichwaffen sowie ein Raub registriert werden.

Mehr Pornografie und Cyberkriminalität

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Integrität ist von 16 auf 30 deutlich angestiegen und hat sich somit fast verdoppelt (+88 Prozent). Hinsichtlich schwerer Delikte wurde, wie schon im Vorjahr, eine Vergewaltigung zur Anzeige gebracht, zudem musste in vier Delikten wegen sexueller Handlungen mit Kindern (Vorjahr: zwei) und in zwei Fällen von Exhibitionismus ermittelt werden. Mit einem Plus von 367 Prozent deutlich zugenommen haben die Fälle von Pornografie, hier musste die Kantonspolizei im vergangenen Jahr 14 Fälle rapportieren, im Vorjahr waren es noch deren drei. Ebenfalls waren 2024 acht Straftaten wegen sexueller Belästigungen zu registrieren.

Die Urner Polizei verfolgt Betrügereien im Internet.
Bild: Florian Arnold (Altdorf, 21. 2. 2025)

Im Jahr 2024 rapportierte die Kantonspolizei Uri insgesamt 69 Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, was einer Zunahme von 33 Prozent entspricht. Davon waren 13 Straftaten im Bereich illegaler Drogenhandel sowie Anbau oder Herstellung von Betäubungsmitteln zu verzeichnen. Die überwiegende Anzahl der Delikte in diesem Bereich betraf 56 Widerhandlungen im Zusammenhang mit Eigenkonsum (illegaler Konsum, Besitz, Kauf, Gebrauch, Anbau oder Herstellung). Die Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz sind im vergangenen Jahr um 30 Prozent gesunken. Im Bereich der Cyberkriminalität stieg die Anzahl begangener Straftaten um 61 Prozent.

300 Verkehrsunfälle mit 150 Verletzten

«Die Urner Strassen waren im letzten Jahr wiederum sehr stark frequentiert», ist in der Mitteilung zur Verkehrsunfallstatistik zu lesen. Auf der Autobahn A2 in Richtung Süden kam es verschiedentlich zu grossen Staulagen. Stark belastet gewesen seien in den Sommermonaten auch die Passstrassen und die Strassen entlang der Naherholungsgebiete.

Die Kantonspolizei verzeichnet im Jahr 2024 die gleiche Anzahl an Verkehrsunfällen gegenüber dem Vorjahr. So ereigneten sich im Kanton Uri 300 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle gegenüber 299 im Vorjahr. Dabei waren zwei Todesopfer zu beklagen. 40 Personen verletzten sich schwer und 108 Personen leicht. Insgesamt stieg die Anzahl der verunfallten Personen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent.

An der Spitze der Unfallursachen standen auch im vergangenen Jahr Unaufmerksamkeit und Ablenkung, gefolgt von Nichtanpassen der Geschwindigkeit. Die durch Verkehrsunfälle entstandene Schadenssumme ist gegenüber dem Vorjahr auf rund 4,239 Millionen Franken gestiegen.

17’685 Schwerfahrzeuge kontrolliert

Im Jahr 2024 kontrollierte die Kantonspolizei Uri während insgesamt 88’834 Stunden den Schwerverkehr auf den Urner Strassen, wie aus der Schwerverkehrskontrollstatistik hervorgeht. Diese Kontrollen erfolgten grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld, mobil auf der Strasse oder direkt in den Urner Unternehmen. Dabei untersuchten die Mitarbeitenden 17’685 Schwerfahrzeuge (Vorjahr: 16’812 Schwerfahrzeuge). 12’055 Fahrzeuge waren korrekt unterwegs.

Das Schwerverkehrszentrum in Erstfeld.
Bild: Eveline Beerkircher (18. 2. 2019)

Aus den Kontrollen resultierten 5972 Anzeigerapporte und 720 Ordnungsbussen mit 9493 Verkehrsregelverstössen (Vorjahr: 8696). Wie schon im vergangenen Jahr sind die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Uri vermehrt mit neuen Fällen von erhöhten Emissionswerten und Manipulationsphänomenen bei den Fahrzeugsystemen konfrontiert, wie es in der Mitteilung zur Schwerverkehrskontrollstatistik heisst.

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