Zéline Odermatt
Es soll wieder lebendiger werden an der Baselstrasse 46 in Luzern. Die Gewerbehalle, oder Gwärbi, hat einen neuen Betreiber. Beat Bürkli (rechts im Bild) hat die Beiz vor kurzem von David Kressebuch übernommen.
Bürkli ist in der Luzerner Gastroszene kein Unbekannter. Der 52-Jährige hat auch schon in der Jazzkantine und in der Meyer Kulturbeiz gearbeitet und liess nach seiner Übernahme der Gewerbehalle die Gäste nicht lange warten. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen hatte er die Terrasse Ende April geöffnet. Diese ist jeweils von Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr offen.
Bürkli sagt: «Ich habe schon als junger Mann in der Gastronomie gearbeitet.» Danach sei er lange Zeit im Büro tätig gewesen. «Vor rund fünf Jahren hat es mir wieder den Ärmel reingezogen, weil mir der direkte Kontakt mit Gästen sehr gefällt und mir auch guttut.» Deshalb habe er 2019 den Wirtekurs besucht und war seither auf der Suche nach einem Lokal, das er übernehmen könnte.
«Ich war früher viel Gast in der Gwärbi, das war für mich auch ein kultureller Anziehungspunkt», erzählt Bürkli, der ursprünglich aus Schachen kommt und seit den 90er-Jahren in der Stadt lebt. Und dennoch war und ist der Übernahmezeitpunkt für ihn herausfordernd. «Wenn man auf den Sommer hin in Luzern eine Beiz übernimmt, die nicht am See liegt, muss man mit Defiziten rechnen – und nun wegen Corona sowieso.»
Kleine Kunst und regionale Getränke
Das Lokal soll nun wieder zum Treffpunkt für Kleinkünstler werden. Am Wochenende werde es zwar auch Techno- und Hip-Hop-Partys sowie private Anlässe geben. Bürkli fügt an:
«Damit die Miete gezahlt werden kann.»
Aber sonst möchte er gerne Richtung Kleinkultur gehen und Platz bieten für Spoken-Word-Künstler, Komiker, Jazz-Musiker oder Singer-Songwriter. «Interessierte kreative Köpfe sollen sich unbedingt bei mir melden.»
Besonders wichtig ist Beat Bürkli auch ein regionales Getränkeangebot. «Ich will wieder lokaler werden.» Als Spezialbiere wird es ein Angebot von Soorser Bier, MN Brew aus Emmen oder der Braustation Sursee geben. Am Zapfhahn gibt es Eichhof Bier. Die Weine stammen ebenfalls hauptsächlich aus der Region.
Und kulinarisch? «Es sind kleinere Snacks geplant, damit man nachher noch eins trinken mag», sagt er schmunzelnd. Auch hier möchte er mit regionalen Anbietern zusammenarbeiten.
Zu konkreten Veranstaltungen kann er noch keine Auskunft geben. Bürkli:
«Wegen der Einschränkungen gibt es zurzeit eine rollende Planung.»

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