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Uri

Die Asylunterkunft «Bauernhof» in Altdorf wird umgebaut – und soll zukünftig mehr Personen Platz bieten als bisher

Zukünftig sollen in der Asylunterkunft «Bauernhof» in Altdorf 120 statt wie bisher 98 Asylsuchende Platz finden. Die Umbauarbeiten sollen voraussichtlich im Jahr 2024 beginnen.

Der «Bauernhof» in Altdorf hat bis anhin 98 Personen als Asylunterkunft gedient. Am Donnerstag wurden nun die Anwohnerinnen und Anwohner der Asylunterkunft durch die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion zusammen mit dem Gemeinderat Altdorf über die geplanten Veränderungen rund um die Asylunterkunft informiert. Es ist ein Ausbau durch den Liegenschaftseigentümer geplant, der dazu führt, dass die Unterkunft zweckmässiger bewirtschaftet werden kann, so der Kanton Uri in einer Mitteilung. So sollen im «Bauernhof» in Zukunft neu maximal
120 Asylsuchende Platz finden.

Regierungsrat Christian Arnold, Vorsteher der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion.
Bild: Bild: Urs Hanhart

Regierungsrat Christian Arnold machte in seinem Rückblick vor Ort deutlich, wo die Herausforderungen für den Kanton Uri seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs vor anderthalb Jahren lagen. An der Infoveranstaltung vom Donnerstag wurde den Anwesenden auch das angepasste Betreuungs- und Sicherheitskonzept vorgestellt. Die Auflage des Bauprojekts erfolgt voraussichtlich gegen Ende dieses oder zu Beginn des nächsten Jahres. Der Beginn der Bauarbeiten ist im Jahr 2024 geplant.

Unterkünfte fallen in nächster Zeit weg

Wie der Kanton weiter mitteilt, sind derzeit in Uri 920 asylsuchende Personen (davon 271 aus der Ukraine) in 16 Gemeinden untergebracht. In nächster Zeit würden einige grössere Unterkünfte wegfallen, die bis anhin gemietet werden konnten. Die Bewirtschaftung der Flüchtlingsunterkünfte erfolgt im Kanton Uri durch den Flüchtlingsdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), der auch seine Büroräumlichkeiten im «Bauernhof»-Gebäude hat. Im Vorfeld des geplanten Ausbaus würden bereits per 1. November 2023 einzelne Büroräumlichkeiten des SRK ins Bahnhofsgebäude ausgelagert.

Die Schwankungen bei der Zuweisung durch den Bund und die hohe Anzahl an Schutzsuchenden in kürzester Zeit würden grosse Herausforderungen mit sich bringen. Kurt Strehler, Leiter des Asyl- und Flüchtlingsdiensts Uri des SRK, erklärt in der Mitteilung: «Es ist schwierig, Wohnungen und grössere Unterkünfte zu finden sowie Mobiliar zu beschaffen und die Unterkünfte rechtzeitig einzurichten. Ausgebildetes Fachpersonal ist zudem knapp und nach wie vor fast nicht zu finden. Dadurch mussten und müssen die Organisationsstruktur und die Arbeitsabläufe immer wieder neu angepasst werden.» Der Ausbau der Asylunterkunft Bauernhof solle helfen, diese Herausforderungen zu meistern. (sfr)

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