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Kommentar

Die Abschaffung der Billettsteuer ist ein richtiger Entscheid

Mit der Billettsteuer fällt auch ein kultureller Standortnachteil der Stadt Luzern weg. Regierung und Parlament müssen aber dafür sorgen, dass durch diesen Entscheid nicht neue Nachteile entstehen.

Das war nicht zu erwarten: Der Grosse Stadtrat kippt auf Antrag der FDP die Billettsteuer in der Stadt Luzern , gegen den Willen des Stadtrates. Der Stadt entgehen so ab 2027 rund 6 Millionen Franken an Einnahmen, die hauptsächlich für die Kultur- und Breitensportförderung eingesetzt wurden.

Konzerte mit internationalen Stars sind selten in der Stadt Luzern. Eine Ausnahme war der Auftritt der Toten Hosen (im Bild Sänger Campino) 2018 auf der Allmend.
Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 25.8.2018)

Mit der Abschaffung hat die Stadt Luzern in der Agglomeration eine Sonderstellung inne. In Ebikon, Emmen und Kriens – alles Standorte von grösseren Kultureinrichtungen – wird die Billettsteuer weiterhin erhoben. In Kriens wurde sie kürzlich gar ausgeweitet . Mit dem Luzerner Entscheid wird die Steuer auch in diesen Gemeinden wieder zum politischen Thema werden.

National verbessert Luzern seine Position als Standort für kulturelle Veranstaltungen. Denn insbesondere internationale Veranstalter machen bisher einen Bogen um Luzern, das die Billettsteuer als letzte grössere Schweizer Stadt erhebt. Diesen Standortnachteil hat das Luzerner Parlament am Donnerstag beseitigt.

Die Abschaffung ist wirtschaftlich gesehen sinnvoll. Die Steuer belastet Grossveranstaltungen unnötig, der Entscheid des Parlaments ist deshalb wohl richtig. Die Stadt muss nun aber dafür sorgen, dass sich die Bedingungen für die lokale Kultur und den Breitensport nicht verschlechtern. Denn auch das wäre langfristig ein Standortnachteil.

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