Rahel Hug
Rahel Hug
Dass das Baarer Alterszentrum Bahnmatt das Ende seiner Lebenszeit bald erreicht hat, ist seit Jahren bekannt. Entsprechend lange schon dauern die Abklärungen bezüglich eines Neubaus oder einer Weiterentwicklung des Zentrums. 2013 präsentierte die Gemeinde ein Siegerprojekt für einen Neubau, das Vorhaben geriet dann aber ins Stocken und wurde schliesslich wegen der aktualisierten Pflegeplanung beiseitegelegt.
Der Gemeinderat kündigte an, den Fokus künftig auf Alterswohnungen mit ambulanten Dienstleistungen zu legen. Ein Ersatzbau des Altersheims würde sich somit allenfalls erübrigen, hiess es vor rund vier Jahren. Inzwischen hat die Gemeinde die Strategie Wohnen im Alter erarbeitet, 2020 wurde sie verabschiedet. Die Hauptstossrichtung: Baarerinnen und Baarer sollen künftig auch im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen.
Das Ziel: Neue Alterswohnungen
Eines der Ziele, die formuliert wurden, lautet: In den nächsten fünf bis sieben Jahren sollen rund 100 preisgünstige, altersgerechte Kleinwohnungen sowie weitere 50 altersgerechte Wohnungen «im ortsüblichen Preissegment» realisiert werden.
Zudem sollen bis ins Jahr 2025 30 Wohneinheiten «Betreutes Wohnen» für die Pflegestufen 3 bis 5 entstehen. Dabei handelt es sich um Wohnungen, die sich in unmittelbarer Nähe zu einem Alters- oder Pflegeheim befinden, damit die älteren Menschen beispielsweise Pflegeleistungen in Anspruch nehmen können.
Nun hört man aus Baar, dass sich auf dem Areal des heutigen Parkplatzes Neugasse - gelegen zwischen dem Altersheim Bahnmatt und dem Bahnhof - etwas tut. Das Grundstück gehört der Gemeinde. Geht es also vorwärts in Sachen «Wohnen im Alter»? Auf Anfrage heisst es bei der Gemeinde, die Planung für die Weiterentwicklung des Alterszentrums Bahnmatt beziehungsweise die Nutzung des Parkplatzes für eine allfällige Überbauung sei in der Startphase.
Bushof-Planung bezieht beide Seiten des Bahnhofs ein
Zudem seien Studien bezüglich des neuen Bushofs in Arbeit. Bekanntlich muss der bestehende Bushof beim Bahnhof ausgebaut werden. Dies im Zusammenhang mit dem SBB-Ausbauschritt 2035. Diese Studien, so gibt der Baarer Bauvorsteher Jost Arnold Auskunft, würden beide Seiten des Bahnhofs einbeziehen, und somit auch den Parkplatz bei der Bahnmatt.
Die konkrete Planung hat also noch nicht gestartet. Gemeinderat Pirmin Andermatt verrät aber, dass es im Herbst mit den weiteren Eigentümern - der Bürgergemeinde Baar und der Genossenschaft für Alterswohnungen - sowie dem Betreiber Viviva Baar AG einen «Round Table» geben werde zu den Fragen, wie das Haus Bahnmatt kurz- und mittelfristig weitergenutzt und wodurch das Zentrum langfristig ersetzt werden kann.Als «Arbeitshypothese», so Andermatt, sei ein «Mehrgenerationenwohnen mit Fokus auf ‹Wohnen im Alter› im Gespräch».
Um Aussagen zum Zeitplan und zur Investitionssumme sowie zu einem allfälligen Ersatz der Parkplätze zu machen, sei es noch zu früh. Der Parkplatz liegt in der Zone des öffentlichen Interesses für Bauten und Anlagen.


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