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Nidwalden

Der Gemeinderat will die Seepromenade aufwerten

Für eine Sanierung und Neugestaltung von Zentrumsfreiräumen haben der Gemeinderat und eine Begleitgruppe ein Projekt erarbeitet. Am 25. September werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den Objektkredit abstimmen.
An der Orientierungsversammlung informierten Gemeinderat Norbert Rohrer, die Gemeinderätinnen Lisbeth Koch und Eva Keiser sowie Gemeinde-Vizepräsidentin Laleh Kiser.  (Bild: Richard Greuter (Stansstad, 23. August 2022))
An dieser Hafenpromenade sollen Sitzstufen für Begegnungen entstehen. Da die Sanierung des Hafens verzögert wird, müssen die Sitzstufen zuwarten. (Bild: Richard Greuter (Stansstad, 24. August 2022))
Die Sust ist das Kernelement der Sanierung. Zwischen Sust und Hafen soll eine begrünte, grosszügige Fussgängerzone entstehen. Die Parkplätze werden an einen andern Ort verlegt. (Bild: Visualisierung)

Richard Greuter

Richard Greuter

Richard Greuter

Mit einem Kostenaufwand von insgesamt 5,4 Millionen Franken will der Gemeinderat Stansstad das Gebiet um die Sust bis zum ehemaligen Stationsgebäude umgestalten und den Fussgängerbereich verbessern. Darüber informierte Gemeinde-Vizepräsidentin Laleh Kiser an der Orientierungsversammlung in der Turnhalle in Stansstad die etwas mehr als 80 anwesenden Personen.

Gleich zu Beginn zeigte Gemeinderat Norbert Rohrer in eindrücklichen Bildern die Entwicklung von Stansstad in den letzten 60 Jahren. Damals war der seeseitige Teil von der Sust bis zum Stationsgebäude der eigentliche Bahnhof von Stansstad. Inzwischen wird dieses Areal von Fussgängern und als Autoparkplatz genutzt.

«Diese Fahrzeuge haben die beste Aussicht»

Neu soll der gesamte Bereich zwischen Sust und Hafen zur Fussgängerzone umgestaltet werden. Damit fallen auch die Parkplätze auf der Hafenseite der Sust weg. «Diese Fahrzeuge haben die beste Aussicht», zitierte Bauchef Rohrer kritische Stimmen und sprach von einem «Nutzungsmix». Als Ersatz will der Gemeinderat die Parkplätze zwischen Sust und Stationsgebäude auf zwei Reihen erweitern und leicht gegen die Strasse verschieben. «Die Anzahl der 66 Parkplätze bleiben», sagte der Bauchef klar.

Zusätzlich entstehen 72 Velo-Abstellplätze. Der Car-Parkplatz wird aufgehoben. Zwischen Sust und Achereggstrasse soll eine Ein- und Ausstiegsmöglichkeit für Cars entstehen. Gleichzeitig sollen die Wasser- und Abwasserleitungen und die Asphaltbeläge unter dem Dorfplatz erneuert werden. Sie alleine würden mehr als zwei Millionen Franken kosten.

Sitzstufen bei der Uferpromenade müssen warten

Kernelement der gesamten Sanierung ist das Gebiet zwischen Sust, Stationsgebäude und dem See. Stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Projekt zu, entsteht eine grosszügige Seepromenade als Fussgängerbereich. Die Grünflächen werden erweitert und die Anzahl Sitzbänke deutlich erhöht. Bei der Sust entsteht eine Sitzgruppe für Begegnungen und auch ein Wasserspiel wird gestaltet. Durch eine flexible Möblierung bei der Sust sollen auch grössere Anlässe möglich sein, betonte Rohrer. Der bestehende Baumbestand bleibt nach Möglichkeit. Zusätzlich werden dreizehn Bäume entlang der Uferpromenade und der Strasse gesetzt.

Noch zuwarten muss die Hafenpromenade gegenüber der Sust. Hier plante der Gemeinderat Sitzstufen, die vom Publikum genutzt werden können. «Das ist derzeit technisch nicht möglich», sagte Rohrer. Die Aktiengesellschaft, welche die Hafenanlage mit den Bootsplätzen betreibt, plant eine Sanierung. Als Folge gestiegener Stahlpreise wurde dieses Vorhaben vorerst aufgeschoben.

Finanzkommission erteilt grünes Licht

Ausserdem wird die Strasse nach Kehrsiten in die Begegnungszone eingebunden. Das Strassenniveau wird leicht angehoben und mit schräg gestellten Randsteinen fussgängerfreundlicher gemacht. Die Hafenpromenade erhält einen fussgängerfreundlichen Belag, die Verkehrsflächen werden asphaltiert. Die Natursteine, die Sust und Stationsgebäude rahmen, werden geringfügig saniert. Das Projekt wurde von einer Arbeitsgruppe erarbeitet, bei der verschiedene Institutionen, darunter Ortsvereine und Gastrobetriebe, involviert waren.

Gemeinderätin Eva Keiser erläuterte das Finanzierungsmodell, das die jährliche Erfolgsrechnung mit zusätzlichen Abschreibungs- und Zinskosten von 142’000 Franken belastet. Das Vorhaben werde auch von der Finanzkommission unterstützt. An der Urnenabstimmung vom 25. September können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Vorlage entscheiden.

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