Den einzelnen Chören stehe es zwar frei, sagt Roman Walker, was sie am Samstag, 26. Oktober, in der Zeit zwischen 15 und 22.45 Uhr singen möchten, aber es gelte zu bedenken, dass das Festival in der Pfarrkirche stattfinde. Entsprechend hat er die einzelnen Konzerte der sieben Chöre unter verschiedene Themen gestellt: Hallelu und Jodelgesang, Volkslied und Operette, Swinging Voice und Alpenglühn, zwischen Himmel und Erde. Es werden der Kirchenchor Bürglen, der Chor Uri, der Jodlerklub Seerose aus Flüelen, der Seniorenchor Zentralschweiz, der Harmoniechor aus Altdorf, die Pazola-Jutzer aus Andermatt und der Kammerchor Cantus Uri auftreten.
Aber eine Bitte haben die Chöre zu erfüllen: «Sie müssen zum Schluss ihres Konzertes mit dem Publikum singen», erklärt Roman Walker. «Wenn alle neun Chöre mit den Leuten ‹Zoogä-n-am-Boggä› singen wollen, werde ich vorschlagen, dass acht ein anderes Lied wählen.»
«Chor-Stubätä» im «Adler» und im «Alpenblick»
Zwischen den Konzerten findet vom 17.30 und 18.45 Uhr im Restaurant Adler und im Restaurant Alpenblick eine «Chor-Stubätä» statt. Wer in der Beiz sitzt, erfährt die besondere Magie des gemeinsamen Singens. «Ein guter Gesang wischt den Staub vom Herzen», sagt man. «Wer singen will, findet immer ein Lied», so ein schwedisches Sprichwort.
Während der «Chor-Stubätä» bereiten sich der Kirchenchor St.Martin Buochs und der Gräwi-Kinderchor aus Schattdorf auf den Gottesdienst vor, der um 19 Uhr beginnen wird. Der Feier steht Pfarrer Bruno Werder vor, und der Pfarrer von Buochs, Josef Zwyssig, wird das Vaterunser als Betruf gestalten.
Auftakt mit dem Kirchenchor Bürglen
Der Bürgler Kirchenchor gestaltet um 15 Uhr den Auftakt. Den Schlusspunkt setzt der neue Kammerchor Cantus Uri um 21.30 Uhr. Das Ensemble singt zur musikalischen Late Night unter dem Motto «Zwischen Himmel & Erde» ein vielseitiges Programm. Es wird mit vier- bis achtstimmiger A-cappella-Literatur eröffnet und führt bis hin zu Werken von Duke Ellington und Carlos Jobim.
Roman Walker studierte nach ersten Berufsjahren als Primarlehrer Schulmusik, Gesang, Chorleitung und Kirchenmusik. Sein besonderes Interesse am Musizieren mit Kindern und Jugendlichen führte ihn in die Lehrerbildung nach Zug, ans Kantonale Gymnasium Menzingen und später an die Stiftsschule Engelberg, wo er zum ersten weltlichen Stiftskapellmeister berufen wurde. Vor dem Hintergrund seiner breiten Erfahrungen suchte er eine besondere Herausforderung im pädagogischen Kontext, woraufhin er während mehrerer Jahre im Bereich Schulführung und Organisationsentwicklung tätig war.
Heute leitet Roman Walker das Musikteam an Zürichs Altstadtkirchen und dirigiert verschiedene Chöre und Orchester. Sein zweites Standbein ist die Forschung am Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern. Roman Walker lebt mit seiner Familie in Altdorf im Kanton Uri.
Der Eintritt zum Urner Chorfestival Sing Uri 24 ist frei; es wird eine Kollekte durchgeführt.

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.