Im Rahmen der Schulraumplanung der Gemeinde Cham deckt das Erweiterungsprojekt der Schulanlage Hagendorn den wachsenden Flächenbedarf der Modularen Tagesschule. Mit der multifunktionalen Doppelturnhalle werden die Möglichkeiten sowohl für den schulischen Sportunterricht wie auch der Mehrzweckhalle für Vereine ausgebaut. Für die Projektentwicklung ist ein anonymer und einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren durchgeführt worden, heisst es in einer Medienmitteilung. Ein Planungs- und Projektierungskredit hatte das Volk im November 2024 bewilligt. Die 29 eingegangenen Beiträge wurden nach Konzeptidee, Gestaltung, Betrieb und Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ökologie beurteilt.
Die Jury empfiehlt gemäss Mitteilung einstimmig das Projekt «Einmaldrei» vom Planungsteam Dialog Architektur GmbH (Luzern) und Maximilian Kindt, Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege (Turgi). «Für die vielfältigen, hochstehenden Lösungsansätze gebührt den teilnehmenden Projektteams ein grosser Dank», wird Georges Helfenstein, Gemeindepräsident und Vorsteher Planung und Hochbau, zitiert. «Das Siegerprojekt beeindruckte nicht nur baulich und funktional am meisten, sondern auch mit seinem umsichtigen Umgang mit den örtlichen Gegebenheiten.»
Die Jury lobt bei «Einmaldrei» insbesondere die Gliederung der Baukörper und die Einpassung in die Umgebung. Der vorgeschlagene Neubau beim Zugang zum Schulareal schaffe die Voraussetzung für einen möglichst grossen Aussenraum. Dafür wird ein Teil der bestehenden Mehrzweckhalle abgebrochen. Die Herausforderungen der betrieblichen Abläufe und der verschiedenen Nutzungen seien mit sehr viel Umsicht und Geschick gelöst. So kann die Küche sowohl für die Modulare Tagesschule wie auch für Anlässe im Foyer oder in der Doppelturnhalle genutzt werden. Die Fläche der alten Turnhalle ist für die Nutzung durch den Schwingklub Cham-Ennetsee vorgesehen.
Flexibler Aussenraum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten
Das Projekt zeige zudem «tiefes Verständnis für den identitätsstiftenden Kernbereich und die Vielfalt an Nutzungen» auf dem Areal. Bestehende Naturräume und hochgewachsene Bäume werden weitestgehend erhalten und ergänzt. Der Pausenplatz bietet weiterhin viel natürlichen und somit kühlenden Schatten.
«Einmaldrei» überzeugte auch Gemeinderätin Brigitte Wenzin Widmer: «Der Vorschlag stach insbesondere durch den geschickten Umgang mit den zahlreichen Anforderungen und mit einer hohen Funktionalität für die verschiedenen Nutzungen heraus», wird die Vorsteherin Bildung in der Mitteilung zitiert. «So entsteht ein prägender Neubau für Hagendorn mit zukunftsorientierten Räumen, welche Basis für viele Synergien zwischen Schulbetrieb und Vereinswesen bilden.»
So geht es weiter
In der nächsten Phase wird das Planungsteam mit der Projektierung beauftragt. Die schulischen Bereiche werden mit den Nutzerinnen und Nutzern detailliert weiterentwickelt. Für die Räume, welche die Vereine mitbenützen, werden Mitwirkungs- und Informationsveranstaltungen stattfinden, auch mit besonderem Augenmerk auf den Aussenraum. Die Hagendorner Bevölkerung und Vereine erhalten dabei Gelegenheit, ihre Bedürfnisse einzubringen. Die Chamer Stimmberechtigten werden voraussichtlich im Sommer 2027 über den Baukredit abstimmen können.
Das Siegerprojekt wird zusammen mit den anderen Wettbewerbsbeiträgen vom 26. August bis am 2. September zu folgenden Zeiten in einer öffentlichen Ausstellung im Kalandersaal auf dem Papieri-Areal zu besichtigen sein: Dienstag, 26. August, 17 bis 19 Uhr; Mittwoch, 27. August, 14 bis 19 Uhr; Donnerstag, 28. August, 18 bis 19 Uhr; Freitag, 29. August, 17 bis 19 Uhr; Samstag, 30. August, 9 bis 12 Uhr; Montag, 1. September, 14 bis 17 Uhr; Dienstag, 2. September, 17 bis 19 Uhr.


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