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Krankenunterstützungsverein Seedorf

Das Gesellschaftliche steht im Vordergrund

Die GV des Krankenunterstützungsvereins bot einen Mix von solider Vereinsarbeit, humorvollen Einlagen und gemütlichem Beisammensein.

Unter dem Vorsitz von Präsident Rolf Wipfli trafen sich am 17. August 24 Mitglieder sowie zwei Gäste beim ehemaligen Forstmagazin Bodenwald zur ordentlichen GV des Krankenunterstützungsvereins Seedorf (KUV). Der Verein ist 1888 mit dem Ziel gegründet worden, «seine Mitglieder nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit gegen die Folgen von Krankheit und Unfall zu unterstützen und den Hinterbliebenen von verstorbenen Mitgliedern einen Beerdigungsbeitrag zu gewähren».

Freimitglied Adi Baggenstos (Mitte), flankiert von den Ehrenmitgliedern Walter Bucher (links) und Hanz Schuler.
Bild: Bruno Arnold (Seedorf, 17. 8. 2025)

Höhepunkt der diesjährigen Zusammenkunft war die «Beförderung» von vier langjährigen KUV-Mitgliedern. Adi Baggenstos und Walter Wipfli-Traxel, der leider auf die GV-Teilnahme verzichten musste, konnten aufgrund ihrer 50-jährigen Mitgliedschaft zu Freimitgliedern ernannt werden. Walter Bucher und Hanz Schuler gehören nach dreissig KUV-Jahren neu dem Kreis der Ehrenmitglieder an. Dem Verein gehören somit neu 5 Frei-, 32 Ehren- und 11 Aktivmitglieder an.

Gedanken zur Bedeutung von Dorfvereinen

Präsident Rolf Wipfli äusserte in seinem Jahresbericht ein paar tiefgründige Gedanken zur grossen Bedeutung von Dorfvereinen. Diese seien «oft das Herzstück eines gut harmonierenden Lebens einer Gemeinde», so der Vorsitzende. «Ein Dorfverein stellt einen zentralen Bestandteil des sozialen Gefüges dar, schafft eine Plattform für Austausch und Zusammenarbeit, aber auch für das Erlernen von Fähigkeiten, die im Berufsleben zwar vielfach gefordert, jedoch selten direkt vermittelt werden.» Als Beispiele erwähnte der Präsident Argumentations-, Organisations- und Durchsetzungsvermögen, die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, aber auch die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Parteien zu vermitteln.

Vermögen reicht nach wie vor aus

Sekretär Bruno Arnold («Fuxacher») rief in seinem Protokoll – traditionsgemäss in Versform vorgetragen – die Beschlüsse der GV 2024 auf humorvolle Art in Erinnerung. Kassier Hanz Schuler konnte für 2024 erfreulicherweise Mehreinnahmen von knapp 750 Franken präsentieren. Das aktuelle Vereinsvermögen ermöglicht es, den KUV-Mitgliedern weiterhin ein Krankengeld von jährlich höchstens 300 Franken sowie den Angehörigen eines verstorbenen Mitglieds einen Beitrag von 1000 Franken an die Bestattungskosten leisten zu können. Auf eine Erhöhung des Jahresbeitrags von 26 Franken wurde deshalb verzichtet.

Im Vorstand wurden Präsident Rolf Wipfli, Vizepräsident Reto Gisler, Kassier Hanz Schuler und Sekretär Bruno Arnold für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren bestätigt. Als Nachfolger des 2011 gewählten Beisitzers Daniel Wipfli gehört neu Aktivmitglied Thomas Bissig der «Chefetage» des KUV an. Im Weiteren wurde beschlossen, das Vereinsgedächtnis nicht mehr am Vorabend der GV im Sommer, sondern jeweils anlässlich des Gottesdiensts zum Tag der Kranken im Frühjahr abzuhalten. Zudem wird der Vorstand im Verlaufe des Herbsts 2025 eine Umfrage starten, um Wünsche und Ideen der Mitglieder in Erfahrung zu bringen, die ein aktiveres Engagement der «Passivmitglieder» am Vereinsgeschehen bewirken könnten.

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