Mit einer besinnlichen Feier wurde am Sonntag, 13. September, die Umgestaltung des Friedhofs Dallenwil offiziell eingeweiht, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst. Gemeinderätin Flavia Regli begrüsste die Anwesenden und erinnerte daran, dass der Friedhof seit jeher ein Ort der Erinnerung, der Ruhe und der Begegnung sei.
Vor rund drei Jahren wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um Möglichkeiten für eine Aufwertung des südlichen Friedhofsteils zu prüfen. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt und gemeinsam mit dem Planer weiterentwickelt. Im November 2025 stimmten die Versammlungen der Kirchgemeinde und der Politischen Gemeinde dem Projekt und dem Kredit zu. Im Frühling begannen die Arbeiten.
Neu gestaltetes Gemeinschaftsgrab
Ein besonderer Blickfang sei das neu gestaltete Gemeinschaftsgrab. Ergänzt wurde es durch zwei kunstvoll gestaltete Erinnerungsbäume. Sie symbolisieren den Kreislauf des Lebens und die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits. An den Ästen spriessen kleine Knospen, an deren Namensblätter zur Erinnerung an Verstorbene angebracht werden können.
Das Herzstück des südlichen Friedhofsteils bildet der neue Urnenhain. Es entstand ein naturnah gestalteter Bereich mit Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Die Urnen werden entlang des Randes des Grabfeldes beigesetzt. Die Pflege und Bepflanzung übernimmt der Friedhofsgärtner. In der Mitte steht die Skulptur «Dreifaltigkeit». Sie steht für Vater, Sohn und den Heiligen Geist und kann gleichzeitig als Sinnbild für die drei Ortsteile verstanden werden.
Neu sei auch das kombinierte Kinder- und Sternenkindergrabfeld. Damit gibt es erstmals eine eigene Bestattungsmöglichkeit für Sternenkinder. Ein kunstvoll gestalteter Stern mit farbigen Murmeln erinnert an die Kinder. Über eine Kugelbahn kann eine Murmel als persönliches Zeichen der Erinnerung auf den Weg geschickt werden. Das Angebot steht auch Familien offen, deren Sternenkind bereits vor vielen Jahren verstorben ist. Für Kinder steht zudem ein eigener, klar erkennbarer Grabfeldbereich zur Verfügung.
Anliegen aus Bevölkerung aufgenommen
Ein wichtiges Anliegen aus der Bevölkerung war die hindernisfreie Gestaltung des Friedhofs. Mit einem neuen Durchgang durch die Kirchenmauer und einem flächendeckend erneuerten Bodenbelag konnte dieses Anliegen umgesetzt werden.
Als «Kulturgrabfeld» bleiben zudem besondere Grabmale als Zeitzeugen erhalten. Weitere Arbeiten betrafen das Magazin: Betondecke und Geländer wurden erneuert und der Zugang ebenerdig gestaltet.
Gemeinderätin Flavia Regli und Kirchmeier Urs Lang dankten der Arbeitsgruppe, dem Planungsbüro, den beteiligten Unternehmen, den Friedhofgärtnern und dem Werkdienst sowie den Angehörigen und Friedhofbesuchenden für ihren Beitrag und ihr Verständnis während der Bauarbeiten.
Zwischen den einzelnen Grabbereichen spendete Seelsorger Marco Baumgartner den Segen. Musikalisch begleitet wurde die Einweihung von zwei Alphornbläsern.
Im Anschluss an die Einweihung folgten eine Chilbi-Feier in der Kirche, ein Volksapéro sowie die Pfarrei-Chilbi unter dem Motto «äs rollt». (zvg)



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