Beflügelt durch das Weiterkommen auf internationaler Bühne, reisten die Zugerinnen anlässlich der sechsten SPL1-Qualifikationsrunde nach Herzogenbuchsee. Der Start in diese Partie verlief wunschgemäss. Der LKZ führte im ersten Durchgang immer mit zwei Toren Differenz: 5:3, 8:6, 13:11 und zur Pause zeigte die Anzeige einen 15:13-Vorsprung. So richtig absetzen konnten sich die Gäste aber nie, was die Spannung aufrecht liess.
Herzogenbuchsee, welches unter der Woche die Spono Eagles auswärts mit 26:24 besiegt hatte, münzte den Rückstand in eine erstmalige 16:15-Führung (34.) um. In der Folge verloren die Zugerinnen – die wussten, was auf sie zukommt – den Tritt komplett und mussten die Gastgeberinnen auf 20:16 (37.) und 27:23 (48.) davonziehen lassen. Zu mehr als einer Aufholjagd (28:27) reichte es den Gästen nicht mehr, denn die Bernerinnen verwalteten den Vorsprung über die Zeit und siegten mit 33:30. Damit schockten sie innert drei Tagen den zweiten Zentralschweizer Vertreter.
Die 19-jährige Rückraumspielerin Yara Brunett ordnete die Niederlage nach der Partie ein: «In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Deckung und einen soliden Spielfluss, waren auf dem richtigen Weg.» Nach der Pause sei es dem Team jedoch nicht gelungen, zur gewohnten Stärke zurückzufinden. Dabei wäre eine Wende trotz der insgesamt nicht perfekten Leistung durchaus möglich gewesen. «Es fehlten uns die konsequenten Abschlüsse. Die Niederlage schmerzt, wir müssen die Lehren aus dieser Partie ziehen», sagte Brunett. Einen persönlichen Erfolg durfte die fünffache Nationalspielerin unter der Woche dennoch verbuchen: Sie wurde als Reserve für den Lehrgang der A-Nationalmannschaft vom 19. bis 25. Oktober in Schaffhausen und Most (Tschechien) aufgeboten.
LKZ auf Finalrundenkurs
Die Niederlage wiegt insofern nicht allzu schwer, als im Kellerduell Aargau Ost und Rotweiss Thun unentschieden spielten und auf einem Zähler sitzen bleiben. Der LKZ hat fünf Punkte Reserve auf den siebten Tabellenrang, was doch beruhigend ist. Am Samstag (18:00 Sporthalle) kommt Yellow Winterthur. Punktezuwachs gegen die Eulachstädter täte gut nach der jüngsten Niederlage.
Mittelholz. - 300 Zuschauende. - SR Stefanie Hess/ Steven Hess. - Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee; 2-mal 2 Minuten gegen Zug. - Zug: Knörr/Trümpler; Pietrasik (8/2), Wegmann (2), Schürmann (1), Stutz (5), Brunett (2), Oberholzer (1), Rüegg (2), Spieler (3), Bachmann (2), Kesselring (1), Flückiger (2), Ulli (1).



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