Bisher war die Confiserie Sprüngli in Luzern nicht präsent. Am Montag nun eröffnete das Zürcher Traditionsunternehmen an der Hertensteinstrasse in der Altstadt seine erste Filiale in Luzern. Auf 68 Quadratmetern gibt es dort unter anderem Pralinés, Bruchschokoladen, Sandwiches sowie die bekannten Luxemburgerli.
Der CEO zeigte sich glücklich darüber, dass Sprüngli nun auch in Luzern vertreten ist. «Die Eröffnung bedeutet uns sehr viel. Wir haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht», sagte Sprüngli-CEO Tomas Prenosil.
Insgesamt acht Angestellte beschäftigt Sprüngli in der Altstadt. Das Personal kommt aus dem Raum Luzern: «Zu Beginn wird dieses noch von unserem Stammhaus betreut», so Prenosil. Eingestellt werde Personal «grundsätzlich immer aus der Region». Das bietet laut dem CEO Vorteile: «Die Menschen, die hier leben, kennen auch die Kundschaft und deren Mentalität und Vorlieben gut.»
Tomas Prenosil: «An gute Standorte zu gelangen, ist nicht einfach.»
In Zeiten von Self-Scanning und Self-Checkouts will Sprüngli auf individuelle Betreuung setzen: Die Kundschaft soll Produkte individuell aussuchen und Wünsche kundgeben können. «Servicequalität und die Qualität der Produkte sind für uns von grosser Bedeutung.»
Viele Jahre habe Sprüngli nach einem geeigneten Standort gesucht. «Wir haben Luzern lange analysiert. Die Kaufkraft hier ist gut», sagte der CEO. Mehr als zwei Dutzend Standorte hatte Sprüngli in den vergangenen Jahren in Luzern besichtigt. Die Hertensteinstrasse sei ein Ort, der sowohl von Einheimischen als auch von Reisegästen besucht werde. «An gute Standorte zu gelangen, ist nicht einfach. Die Frequenz und Positionierung an der Hertensteinstrasse und die Einmaligkeit unserer Produkte stimmen uns zuversichtlich, dass wir hier gut ‹geschäften› können.»
Mit der Eröffnung trifft Sprüngli in Luzern auf die lokale Konkurrenz am Falkenplatz. So befinden sich etwa die Confiserie Heini und Schokoladenhersteller Läderach in unmittelbarer Nähe. «Jede Konkurrenz wirft natürlich Schatten. Es findet dadurch jedoch auch eine Belebung statt. Denn wenn der Mix stimmt, zieht dies Kundschaft an», sagte Prenosil. «Das bietet Potenzial für mehr Frequenz und mehr Zufriedenheit.»
Luxemburgerli-Abkommen mit Bachmann bleibt
Auch die Confiserie Bachmann betreibt in der Altstadt mehrere Geschäfte. Bachmann ist es auch, der in Luzern Luxemburgerli anbietet – bei diesem Namen für die Macarons, die 1957 als Luxemburgerli von Sprüngli erfunden worden sind, handelt es sich um eine geschützte Marke. Das Recht zur Nutzung hatte Sprüngli der Luzerner Confiserie vor Jahren im Rahmen eines Abkommens erteilt. In Zürich hingegen nutzt Bachmann den Namen nicht.
Verschwindet nun der Name Luxemburgerli aus den Luzerner Bachmann-Filialen? Nein, sagte Prenosil. Man kenne sich seit Jahrzehnten. Die Vereinbarung mit Bachmann werde daher beibehalten.
In der Schweiz betreibt die Confiserie Sprüngli insgesamt 28 Verkaufsgeschäfte. Hinzu kommen fünf Gastronomiebetriebe. Auch im Ausland ist das Familienunternehmen präsent: So gibt es Sprüngli-Filialen in Dubai, Abu Dhabi, München und Wien.




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