Die Altdorfer SVP-Landrätin Claudia Brunner hat bei der Regierung eine kleine Anfrage eingereicht. Uri verfüge über ein herrliches und privilegiertes Skigebiet: Andermatt-Sedrun-Disentis. «Dennoch herrscht unter den begeisterten Urner Skifahrerinnen und Skifahrern Unzufriedenheit, wenn es um die Preisstruktur des Skigebiets geht», stellt sie fest. Das Skigebiet sei ursprünglich auch durch finanzielle Beiträge des Kantons Uri, unter anderem durch Gelder der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP-Gelder), sowie durch den Kanton Graubünden und den Bund unterstützt worden. Die Urner Bevölkerung störe sich deshalb an der ungleichen Preisstruktur zwischen Ober- und Unterland. Alle Urnerinnen und Urner sollten gleich behandelt und nicht nur das Oberland von Sonderkonditionen im Skigebiet profitieren, findet sie.
Claudia Brunner macht auch auf ein Risiko aufmerksam: «Sollte sich das Skigebiet unerwartet in einer prekären finanziellen Lage befinden, müsste der Kanton Uri den Verlust decken.» Daher müsste es im Interesse des Regierungsrats liegen, die Urner Bevölkerung zum Skifahren in Andermatt zu ermutigen und diese nicht durch hohe Preise abzuschrecken.
Von der Regierung will sie Auskunft darüber, ob sie in Erwägung gezogen habe, eine einheitliche Preispolitik bei den Skibilleten für alle Urner Skigäste im Skiresort Andermatt-Sedrun-Disentis einzuführen. Dadurch, so die SVP‑Landrätin, könnten alle Urner Steuerzahlerinnen und -zahler hinsichtlich der geflossenen NRP-Gelder gleichermassen profitieren.
Ob sich die Regierung nicht in der Pflicht sehe, die Rahmenbedingungen zu optimieren, damit das Skigebiet rentiere und die Urner Bevölkerung das Skigebiet nutze, fragt sie. Ob es nicht kontraproduktiv sei, wenn das grösste Urner Skigebiet als Aushängeschild ausgerechnet bei der Zahl der Urner Gäste einbüsse.
Sollten finanzielle Engpässe das Skigebiet in einen Konkurs treiben, ist der Kanton Uri verpflichtet, den Verlust zu decken. Die SVP-Landrätin will wissen, wie sich diese Verlustdeckung zusammensetzt. Sie fragt, ob der Kanton Uri bei einem Konkurs in der Pflicht stehe, die vom Bund bereitgestellten finanziellen Mittel wieder an den Bund zurückzuzahlen.
55 Prozent der Aktien der Andermatt-Sedrun Sport AG hält seit August 2022 der US-amerikanische Skigebietsbetreiber Vail Resorts. Rund 40 Prozent gehören der Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Die restlichen rund 5 Prozent befinden sich im Streubesitz privater Investoren. Claudia Brunner fragt, ob es die Regierung als gerechtfertigt erachte, dass der Kanton beim Verlust einspringen müsse, obwohl er nicht im Besitz des Skiresorts sei und über keine Entscheidungskompetenzen verfüge. Mehr erfahren will sie zudem über Finanzzahlen und Wirtschaftlichkeit des Skigebiets.




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