Warum wird gebaut?
Die Kantonsstrassen K 11 und K 40 in Willisau sind wichtige Verkehrsachsen für die Region – mehr als 11’000 Fahrzeuge passieren sie täglich. Fährt man zu den Hauptverkehrszeiten von Ettiswil/Alberswil in die Stadt Willisau hinein, braucht es jedoch häufig Geduld. Die Strassen sind teilweise überlastet, zwischen den Kreiseln Wydenmatt (beim Jumbo) und Grundmatt (beim Wellisareal) staut es regelmässig. Insbesondere, wenn die Barrieren beim Bahnübergang geschlossen sind, was den Kreisel verstopft. Davon ist auch der ÖV betroffen, der Bus verspätet sich dadurch, Anschlüsse werden verpasst.
Was ist geplant?
Der Kanton will das Verkehrsproblem entschärfen. Der Kreisel Grundmatt soll vergrössert werden und einen vierten Arm erhalten, welcher hinter der Landi-Tankstelle durchführt. Diese Strasse wurde von der Stadt Willisau bereits realisiert, sie führt noch ins Leere und muss mit dem Kreisel verbunden werden (siehe Bild). Weiter wird ein Bypass beim Kreisel in Richtung Stadtzentrum realisiert. Ausserdem gibt es eine Busspur zwischen den beiden Kreiseln und die Strasse wird verbreitert. Die Bushaltestellen Feldli und Wydenmatt werden hindernisfrei umgebaut.
Wie lange dauern die Arbeiten?
Die Vorbereitungsarbeiten dauern vom 27. März bis 12. Mai 2023, die Hauptarbeiten mit angepasster Linienführung starten am 15. Mai und dauern bis Frühling 2024. Die finalen Deckbelagsarbeiten sollen im Herbst 2024 abgeschlossen werden.
Wo muss ich während dieser Zeit durchfahren?
Die grösste Umstellung wird die Reise von Ettiswil/Alberswil her nach Willisau ab dem 15. Mai sein. Die Strasse zwischen dem Kreisel Burgrain in Alberswil und Wydenmatt (Jumbo) ist für den motorisierten Individualverkehr (Ausnahme Lastwagen) gesperrt. Autos müssen daher via Kreisel Stalde in Gettnau nach Willisau gelangen. Will man aus der Stadt hinausfahren, muss man die neue, provisorische Umfahrung hinter der Landi via Kreisel Ostergau benützen (siehe Grafik). Denn die K 40 ist nur noch bis zum Aldi befahrbar.
Wie viel kosten die Arbeiten?
Im September 2018 hat der Regierungsrat das Projekt bewilligt und der Kantonsrat einen Sonderkredit von 7,2 Millionen Franken gesprochen.
Eigentlich hätten die Arbeiten 2020 starten sollen. Warum gab’s Verzögerungen?
Gegen die Projektbewilligung wurden Beschwerden eingereicht. Diese wurden per Januar 2021 durch das Kantonsgericht abschliessend behandelt. Aufgrund von Projektanpassungen und aufwendigen Landerwerbsverfahren verzögerte sich der Projektablauf zusätzlich.
Muss ich nun mehr Zeit für die Reise einberechnen?
Bei den Vorbereitungsarbeiten wird nur punktuell in den Verkehr eingegriffen, daher wird es gemäss Kanton nicht zu längeren Wartezeiten kommen. Beim Start der Hauptarbeiten am 15. Mai ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen. «Wir rechnen jedoch damit, dass mit den eingeplanten flankierenden Massnahmen die Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden so klein wie möglich ausfallen», heisst es beim Kanton.
Zwei neue Tempo-30-Zonen
Auf der Gemeindestrasse «I der Sänti» und auf der Stockistrasse in Willisau werden Tempo-30-Zonen eingeführt. Mit den Massnahmen soll die Sicherheit für Schulkinder und Anwohnende erhöht und die Wohn- und Aufenthaltsqualität gesteigert werden, teilt die Stadt mit. Die jeweiligen Markierungsarbeiten werden sobald wie möglich vorgenommen.



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