Mit einer Kickoff-Veranstaltung hat das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri die Umsetzung des unternehmerischen Denkens und Handelns, kurz UDH, lanciert. In der Aula des BWZ Uri erhielten Lehrpersonen und Schulleitung einen vertieften Einblick in ein Programm, das Lernende gezielt darin stärkt, Ideen zu entwickeln, Chancen zu erkennen und Projekte mit Mehrwert umzusetzen.
Als externe Dozentin führte Sandra Uhlmann, Projektkoordinatorin UDH und Lehrerin für Allgemeine Bildung am Berufsbildungszentrum Olten, durch den Abend. Sie zeigte auf, wie unternehmerisches Denken und Handeln in der Berufsbildung konkret gefördert werden kann und welche nächsten Schritte am BWZ Uri vorgesehen sind. Im Zentrum standen dabei nicht in erster Linie betriebswirtschaftliche Inhalte, sondern grundlegende Zukunftskompetenzen: Kreativität, kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeit, Eigeninitiative, Ausdauer und Zusammenarbeit.
Von der Vision zur gelebten Lernkultur
Das BWZ Uri hat UDH im Rahmen seiner Visionsentwicklung bewusst in den Massnahmenplan aufgenommen. Damit soll das Lernen noch stärker mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und beruflichen Herausforderungen verknüpft werden. Lernende sollen erfahren, was Innovation bedeutet, wie aus Fehlern gelernt werden kann und wie Ideen weiterentwickelt werden, bis daraus tragfähige Projekte entstehen. Auch Nachhaltigkeitsthemen sind ein wichtiger Bestandteil des Programms. Dabei geht es darum, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte mitzudenken.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit den Lehrbetrieben. Unternehmerisches Denken und Handeln soll nicht losgelöst vom Berufsalltag vermittelt werden, sondern direkt an die Lebens- und Arbeitswelt der Lernenden anknüpfen. Dadurch entstehen praxisnahe Lerngelegenheiten, die über den Unterricht hinauswirken.
Schrittweise Umsetzung mit starker Partnerschaft
Im Herbst 2026 startet für Mitarbeitende des BWZ Uri ein erster viertägiger Kurs zum Thema UDH. Über einen Zeitraum von drei Jahren sind insgesamt drei Kurse geplant. Damit schafft das BWZ Uri die Grundlage, um das Programm breit und nachhaltig in der Schule zu verankern.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Dätwyler Stiftung. Markus Arnold, Fachspezialist Förderaktivitäten der Dätwyler Stiftung, war an der Kickoff-Veranstaltung ebenfalls anwesend. Die Stiftung setze damit ein Zeichen für die Förderung junger Menschen und für eine Berufsbildung, die wichtige Kompetenzen für die Zukunft gezielt stärke, heisst es in einer Mitteilung. «Unsere Lernenden bringen aus ihren Lehrbetrieben bereits viele wertvolle Erfahrungen mit. Mit dem unternehmerischen Denken und Handeln knüpfen wir daran an und stärken Kompetenzen, die in der Arbeitswelt der Zukunft besonders wichtig sind: Ideen entwickeln, kritisch denken, Lösungen finden und gemeinsam Neues gestalten», wird Christine Stadler, Rektorin des BWZ Uri, in der Mitteilung zitiert. (zvg/MZ)

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