Kürzlich aus ihren Einsätzen in der militärischen Friedensförderung zurückgekehrt, fanden sich rund 125 Armeeangehörige am Freitagnachmittag auf dem Sportplatz Seefeld in Buochs ein, wie einer Medienmitteilung des VBS zu entnehmen ist.
Ihr Engagement führte sie zuvor als Peacekeeperinnen und Peacekeeper weltweit in verschiedene Regionen: Unter anderem in den Balkan im Rahmen der Swisscoy in Kosovo oder nach Bosnien und Herzegowina als Angehörige der Eufor Althea sowie im Bereich Kapazitätsaufbau bei den lokalen Streitkräften. Weitere Soldatinnen und Soldaten standen im Einsatz in der Neutralen Überwachungskommission für den Waffenstillstand in Korea oder am Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre in Ghana. Andere waren als UNO-Militärbeobachter oder Stabsoffiziere im Nahen Osten, in der Kaschmir-Region oder in der Demokratischen Republik Kongo tätig.
Dank und Anerkennung des Engagements
Als Zeichen der Anerkennung für ihren Einsatz zugunsten der militärischen Friedensförderung erhielten die Soldatinnen und Soldaten von Korpskommandant Michaud, Chef Kommando Operationen der Schweizer Armee, ihr Einsatzabzeichen überreicht. In ihren Ansprachen bedankten sich sowohl die Nidwaldner Regierungsrätin Therese Rotzer-Mathyer als auch Korpskommandant Michaud bei den Frauen und Männern für ihren Beitrag zur Sicherheit und Stabilität in Konflikt- und Krisenregionen. Beide betonten zudem die Bedeutung des Engagements der Schweiz an internationalen Friedensmissionen als Teil der internationalen Gemeinschaft.
Vielschichtiger Erfahrungsgewinn
«Die Beteiligung der Schweiz an internationalen Friedensmissionen trägt aktiv zur globalen Sicherheit bei, indem Konflikte eingedämmt und Eskalationen verhindert werden», schreibt das VBS. Für die Schweizer Armee bedeuten diese Einsätze zugleich einen wertvollen Erfahrungsgewinn. Die Einbettung in multinationale Verbände und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Streitkräften verbessere die «Interoperabilität und Einsatzfähigkeit». Im Echteinsatz gewonnene Erkenntnisse fördern den Kompetenz- und Fähigkeitsaufbau – ein Gewinn, der auch die Verteidigungsfähigkeit der Armee stärke. (zvg)
Über die militärische Friedensförderung und das Kompetenzzentrum Swissint
Friedensförderung ist eine der drei Hauptaufgaben der Armee. Rund 300 Schweizerinnen und Schweizer stehen tagtäglich im freiwilligen Auslandeinsatz und leisten einen Beitrag zum Frieden in Gebieten, die von Konflikten und Kriegen geprägt sind. Seit 1953 haben rund 15’000 Frauen und Männer als Angehörige der Armee einen friedensfördernden Einsatz geleistet. Aktuell beteiligt sich die Schweizer Armee in 17 Ländern auf vier Kontinenten an Missionen der UNO, der NATO, der EU sowie innerhalb der OSZE. Als Kompetenzzentrum für die militärische Friedensförderung ist Swissint verantwortlich für die Planung, Bereitstellung und Führung aller schweizerischen militärischen Kontingente und Einzelpersonen im friedensfördernden Auslandseinsatz. (zvg)




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