FC Luzern

Bewährungsfrist abgelaufen: Luzerner Polizei lobt Fans und zeigt den FCL und Präsident Wolf an

Bilanz nach der Bewährungsfrist gegen den FC Luzern: Weil der Verein nach der dicht gemachten Fankurve einfach eine neue einrichtete, zeigt die Polizei Präsident Wolf und den Verein an.
Die geschlossene Fankurve gegen Yverdon.
Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 26. Oktober 2024)

Nachdem gewaltbereite FCL-Fans in Bern zwei Bahnmitarbeiter attackierten und verletzten, hatten die Bewilligungsbehörden Massnahmen gemäss dem Kaskadenmodell beschlossen: So war etwa die Fankurve gegen Yverdon am 26. Oktober geschlossen, es folgte eine Bewährungsphase von fünf Spielen. In dieser durften die Fans etwa keine Choreos zeigen und auch keine Pyros zünden, wie es seitens des Justizdepartementes hiess.

Nun ist die Bewährungsphase abgelaufen, und die Luzerner Polizei zieht Bilanz: «Die Fans des FC Luzern haben sich in dieser Zeit grundsätzlich korrekt verhalten. Der Luzerner Polizei sind keine Vorfälle bekannt, welche gemäss Kaskadenmodell eine weitere Massnahmenstufe ausgelöst hätten.» Namentlich nicht bekannt sind der Polizei «Gewalt gegen Personen mit Verletzungsfolge oder ein Einsatz von Waffen, Pyrotechnik oder Gegenständen gegen Personen».

Hingegen will die Luzerner Polizei als Bewilligungsbehörde für die Durchführung der Fussballspiele des FC Luzern rechtlich überprüfen lassen, ob die verfügten Massnahmen im Spiel vom 26. Oktober gegen Yverdon Sport Club eingehalten worden sind oder nicht. Sie zeigt deshalb den FC Luzern bzw. dessen Präsidenten an. Konkret sollen die Strafuntersuchungsbehörden beurteilen, ob gegen das Verbot von koordinierten Fanaktionen verstossen wurde, indem die Fankurve aus den geschlossenen Sektoren B2 und B3 in einen anderen Stadionsektor verlegt worden war .

FCL: «Alle Aussagen in Absprache mit den Behörden getroffen»

Der FC Luzern äusserte sich am Dienstag nur knapp zur Anzeige der Luzerner Polizei. Man habe die Medienmitteilung zur Kenntnis genommen, sagt Dennis Linsi, interimistischer Leiter Medien und Kommunikation. Präsident Stefan Wolf werde in den kommenden Tagen zur Einvernahme bei der Luzerner Polizei erscheinen. Linsi betont: «Sämtliche Massnahmen im Zusammenhang mit dem Yverdon-Spiel vom 26. Oktober wurden von unserer Seite in Absprache mit den zuständigen Behörden getroffen.»

Der FCL hatte für die Fans kurzerhand eine neue Kurve auf der Gegentribüne eingerichtet.
Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 26. Oktober 2024)
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