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Risch

Blick hinter sakrale Kulissen: Das Heiliggrab in der Kirche St. Verena ist nach Jahrzehnten wieder aufgebaut

Das 1775 entstandene Heiliggrab von Risch ist in der Karwoche 2025 nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder aufgebaut – von einem Stanser Fachunternehmen renoviert und komplettiert. Am Dienstagabend wurde die 250-jährige Kulissenarchitektur der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Die mehrschichtige Holzkonstruktion konnte dabei begangen werden – eine wahrlich seltene Gelegenheit. Bis und mit Karsamstag ist das Schaugrab noch zu sehen.
Das Heiliggrab nimmt die gesamte Breite des Chorraumes ein. Lange Zeit staubte die Kulissenarchitektur auf dem Estrich des Pfarrhauses unbeachtet vor sich hin.
Bild: Bilder: Andreas Faessler (Risch, 15. 4. 2025)
Durch mehrere hintereinander angeordnete Elemente entsteht eine eindrückliche Tiefenwirkung.
Das letzte Abendmahl. Die spätbarocke Malerei von Carl Joseph Speck aus Zug ist gut erhalten.
Auch die Malerei an den seitlichen Elementen ist perspektivisch.
Francesca Attanasio, Restauratorin und Geschäftsleiterin der ausführenden Firma Stöckli AG in Stans, erklärt, welchen Massnahmen das Heiliggrab unterzogen worden ist.
Ein Engel mit Schwamm, der auf einen Stock gebunden ist: Damit wurde Jesus am Kreuz Essig gereicht.
Francesca Attanasio und Kuratorin Elisabeth Feiler-Sturm zeigen, wie die Verkeilungen der einzelnen Elemente funktionieren.
Die hintersten zwei Elemente sind reich mit Engelsfiguren bemalt.
Die Kulisse passt sich exakt in den Chorraum der Kirche ein.
Blick nach oben im Inneren des Heiliggrabes.
Einer der beiden Grabwächter.
Detailaufnahme der Engelsfiguren.
Die Gesamtansicht von der Rückseite: So ist ein perspektivisches Heiliggrab aufgebaut.
Rückseitige Signatur des Malers und Hinweis auf eine erste Instandstellung.
Detailaufnahme der Engelsfiguren.
Restauratorin Francesca Attanasio gibt Auskunft.
Eine weitere Gesamtansicht von der Rückseite.
Einer der bekrönenden Engel. Es ist eines von vielen Teilstücken, die hier zusammengesetzt sind.
Intakte historische Verkeilungen. Weder Schrauben noch Nägel wurden verwendet.
Die Basiselemente waren nicht mehr vorhanden. Sie wurden ersetzt.
Dass man ein aufgestelltes Heiliggrab betreten darf, ist eine seltene Gelegenheit. Das Publikum nutzte sie am Dienstag bei der Präsentation mit Interesse.
Stellen mit Farbverlusten wurden bewusst so belassen, denn Gebrauchsspuren gehören zur Geschichte des Heiliggrabes.
Nahaufnahme der Schichten.
Gesamtansicht von der unteren Empore.
Und noch eine Frontalansicht der Kulissenarchitektur.
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