An zwei Veranstaltungen informierten sich rund 100 Personen über die Entwicklung Bürglens und nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen und Anliegen einzubringen, wie einer Mitteilung der Gemeinde zu entnehmen ist. Die Veranstaltungen fanden am 22. Juni in der Aula Bürglen sowie am 23. Juni im Restaurant Neuland statt.
Zu Beginn der Veranstaltungen begrüsste Gemeindepräsidentin Claudia Gisler-Walker die Anwesenden. Anschliessend ordnete Gemeinderätin und Präsidentin der Planungskommission Miriam Christen-Zarri den Anlass, den bisherigen Prozess und die öffentliche Mitwirkung ein. Danach stellte Mario Roth vom Planungsbüro R+K, Andermatt, die wesentlichen Inhalte des Siedlungsleitbildes vor.
Keine konkreten Bauprojekte
Im Zentrum standen Fragen zur zukünftigen Entwicklung von Bürglen: Wo soll Wachstum stattfinden? Wie sollen sich Wohnen und Arbeiten entwickeln? Welche Bedeutung haben Landschaft, Naherholung und Verkehr? Und wie können die Qualitäten der Gemeinde erhalten und gleichzeitig Raum für die Zukunft geschaffen werden?
Das Siedlungsleitbild zeigt die mittel- bis langfristigen Entwicklungsvorstellungen und Strategien der Gemeinde. Es enthalte keine konkreten Bauprojekte und keine «parzellenscharfen» Festlegungen.
Nach dem Informationsteil standen Themenposten zu Wachstum, Siedlungsentwicklung, Landschaft, Naherholung, Tourismus und Verkehr zur Verfügung. Diese wurden durch Mitglieder des Gemeinderats, der Planungskommission und des Planungsbüros R+K betreut.
Besonders intensiv diskutiert wurden die Entwicklungsgebiete entlang der Gotthardstrasse, im Brästenegg und im Umfeld des Arbeitsgebiets Neuland. Im Bereich Verkehr standen die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Erschliessung Bürglen Süd sowie Fuss- und Veloverbindungen im Vordergrund.
Gleiches Ziel, anderer Weg
Ebenfalls angesprochen wurden die Bevölkerungsentwicklung, die Sicherung von Naherholungsräumen sowie das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Landschaftsschutz und Tourismus. Dabei zeigte sich, dass einzelne Themen unterschiedlich beurteilt werden. Gleichzeitig wurde mehrfach deutlich, dass in vielen Fragen Einigkeit über die langfristige Entwicklung Bürglens besteht, die Vorstellungen über den Weg dorthin jedoch noch teilweise unterschiedlich sind.
Die Infoveranstaltungen bildeten den Auftakt zur öffentlichen Mitwirkung. Diese begann am 26. Juni und dauert bis zum 31. August 2026. Während dieser Zeit können alle Interessierten ihre Anregungen, Hinweise und Stellungnahmen schriftlich bei der Gemeinde einreichen. Parallel zur öffentlichen Mitwirkung erfolgt die Vorprüfung durch den Kanton Uri. (rwi/zvg)



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