Laut Gaudenz Zemp werden Lehrstellen vor allem in ländlichen Luzerner Gemeinden immer früher vergeben. So könne etwa beobachtet werden, dass der jährliche Besuch an der Zentralschweizerischen Bildungsmesse teilweise um ein Jahr vorverschoben oder dass bereits in der 1. Sekundarschulklasse Schnupperwochen durchgeführt würden, schrieb der frühere FDP-Kantonsrat und Direktor des kantonalen KMU- und Gewerbeverbands Mitte März des letzten Jahres in einem Postulat.
Damit können die bereitgestellten Unterstützungsinstrumente nicht vollumfänglich und optimal genutzt werden. Der zu frühe Start führe zudem zu nachlassenden Leistungen am Ende der Sekundarschule, zu Fehlentscheiden bei der Berufswahl und schliesslich zu Lehrabbrüchen, so der aktuelle Horwer Gemeindepräsident weiter.
Fahrplan «möglichst verbindlich festlegen»
Die Regierung bestätigte die Unterschiede in ihrer Antwort und beantragte dem Kantonsrat am Montag die volle Erheblicherklärung des Vorstosses. Man wolle den Berufswahlprozess «möglichst verbindlich festlegen», versprach die Exekutive in ihrer Stellungnahme. Die Mehrheit des Kantonsrats sah das gleich und erklärte das Postulat mit 74 zu 30 Stimmen als erheblich. Zur Diskussion kam es, weil die SP die teilweise Erheblicherklärung beantragte. (nus)

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