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Theater Sisikon

«Barfuss bis zum Hals» – und trotzdem mit beiden Füssen im Schlamassel

In Sisikon ist Theater wieder Trumpf: Am vergangenen Samstag ging die Première «Barfuss bis zum Hals» erfolgreich über die Bühne.

Die Mitglieder des Musikvereins Sisikon mit Anhang freuten sich, die Theatersaison wieder zu starten. In erster Linie strahlte Thomas Furger, der 2018 die Regie übernommen hatte: Die Première klappte bestens und auch der Vorverkauf ist gut gestartet. Die Première von «Barfuess bis zum Hals» von Nick Hasler und Vinzenz Steiner zeigte am vergangenen Samstag, 14. März, eindrücklich, wie viel erzählerische Kraft in einem Stück steckt, das sich mit feinem Humor und präziser Beobachtungsgabe dem Alltag widmet. Die Projektidee, mit einem FKK auf dem Camping in der idyllischen Gemeinde «Sackbach» vermehrt Touristen anzulocken, wurde eifrig pro und kontra diskutiert.

Hier interessiert sich Pfarrer Anton Graber (Leo Zwyer), was die Reporterin Karin Suter (Helen Albert) über den neuen FKK-Camping schreiben wird.
Bild: Georg Epp (Sisikon, 14. 03. 2026)

Die Komödie präsentiert Dialoge, glaubwürdige Figuren und eine Situationskomik, die aus dem echten Leben gegriffen scheint. Hinter den humorvollen Momenten blitzen immer wieder Themen hervor wie zwischenmenschliche Erwartungen, kleine Lebenslügen und die Kunst des Improvisierens im Alltag. Was Grossbauer und Gemeindepräsident Karl Tanner (Stefan Bucheli), seine Gemahlin Theres (Judith Gasser), Pfarrer Anton Graber (Leo Zwyer), Michaela, die Campingplatz-Besucherin (Lea Bucheli), Franz, der Knecht (Hannes Briker), Kresenzia, die Magd (Margrit Lüönd) oder die Reporterin Karin Suter (Helen Albert) und viele andere Darsteller über den geplanten FKK zu diskutieren hatten, strapaziert die Lachmuskeln volle zwei Stunden lang.

Im Schlussbouquet der Theater Premiere in Sisikon dominierten Bademäntel und zufriedene Gesichter.
Bild: Georg Epp (Sisikon, 14. 03. 2026)

Das Publikum reagierte mit herzhaftem Lachen, aber auch mit stiller Aufmerksamkeit in den ruhigeren Momenten. Am Ende gab es langen Applaus und das Gefühl, einer Premiere beigewohnt zu haben, die nicht nur unterhält, sondern auch berührt. Die nackten Tatsachen auf der Bühne sorgten definitiv für viel Spass.

Ein grosses Lob

In Sisikon ist speziell, dass sich die Laienschauspieler und alle Beteiligten nach der Aufführung unters Publikum mischen, um sich gegenseitig auszutauschen. Mit Panflötenmusik von Mike Imhof werden die schauspielerischen Leistungen musikalisch umrahmt. Allgemein ist die Dankbarkeit gross, dass das kleine Sisikon die Theatertradition mit viel Herzblut aufrechterhält, die Verantwortlichen der Theaterfamilie verdienen einmal mehr ein grosses Lob.

Weitere Spieldaten: Mittwoch, 18. März, 20.00; Samstag, 21. März 20.00; Sonntag, 22. März, 17.00; Mittwoch, 25. März, 20.00; Freitag, 27. März, 20.00 und Samstag, 28. März, die Dernière um 20.00 Uhr. Reservationen unter 077 476 44 77 oder online www.theatersisikon.ch.

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