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Emmen

Bald weniger «Puff» – am Gersag-Knoten regelt künftig eine Ampel den Verkehr

Mit der geplanten Sanierung des überlasteten Gersag-Knotens geht's voran. Dabei erfüllt der Gemeinderat Wünsche aus dem Parlament.
Die heutige Gersag-Kreuzung, von der Titlisstrasse her gesehen.
Bild: hor

12’500 Fahrzeuge passieren im Schnitt täglich die Rüeggisingerstrasse, die am Gersag-Knoten in die Gersagstrasse mündet. Vor allem in der abendlichen Rushhour kommt es hier zu langen Rückstaus, weswegen die Busse sich verspäten. Um die Situation für alle zu verbessern und den Knoten zu sanieren, hat der Emmer Einwohnerrat im vergangenen Dezember 4,46 Millionen Franken gesprochen. Eben lag das Bauprojekt öffentlich auf. Das sind demnach die wichtigsten geplanten Änderungen:

Neue Verkehrsführung : Die Rüeggisingerstrasse (Nordteil) wird neu direkt mit der Gersagstrasse verbunden, denn dies ist eigentlich die Hauptverkehrsachse. Das bisherige Abbiegen oder Einmünden entfällt. Dafür ist die Rüeggisingerstrasse (Südteil) «nur noch» ein Einbieger. In diese mündet neu auch die Titlisstrasse.

Der Knoten erhält eine Lichtsignalanlage , um den Verkehr laut technischem Bericht «effizient und sicher» abzuwickeln. Grundsätzlich haben Autos Vorfahrt. Deren Grünphase wird unterbrochen, sobald Fussgänger via Taster drücken oder wenn die Busse sich an der Lichtsignalanlage anmelden.

Die beiden Busbuchten werden von der Gersag- an die Rüeggisingerstrasse beim Schulhaus verschoben. Dort ist genug Platz für je zwei Busse, was zu weniger Rückstau der Autos führt. Der Fussweg vom S-Bahnhof Gersag hierher ist aber etwas länger.

Das bereits bestehende Velostreifennetz wird ergänzt. Wobei der Veloverkehr etwa über die neuen Busbuchten geführt wird.

Im Bereich des Gersag-Knotens gilt Tempo 30 .

Die seit 1955 bestehende und einst durchgehende Baumreihe beim Gersag-Knoten wird ergänzt.

Bei der Behandlung des Sonderkredits deponierte das Parlament noch zwei Bemerkungen an die Adresse des Gemeinderats: Einerseits die Prüfung von weiteren Fussgängerstreifen neben den bereits eingeplanten direkt beim Knoten. Denn ursprünglich waren ansonsten nur Füsschen am Boden geplant, da man bei Tempo 30 die Strasse überall queren darf. Doch der Einwohnerrat sorgte sich wegen der nahen Schulen. Deshalb entschied der Gemeinderat nun, drei zusätzliche Fussgängerstreifen markieren zu lassen, wie Baudirektor Andreas Roos (Mitte) auf Anfrage schreibt.

Andererseits forderte der Einwohnerrat die Prüfung von teils gedeckten Veloabstellplätzen bei den Bushaltestellen. Diese waren zwar bereits eingeplant: 70 auf der nördlichen und 27 auf der südlichen Seite. Letztere aber werden gemäss Roos neu überdacht. Auf der nördlichen Seite seien die Plätze ohnehin temporär, denn mit der Überbauung der Kühnewiese sei dort eine weitere überdeckte Veloabstellanlage beabsichtigt.

Die Baukosten insgesamt werden im Baugesuch mit 5,5 Millionen Franken veranschlagt. Wobei die Gemeinde «nur» rund 2,8 Millionen übernehmen muss – der Rest wird von Bund und Kanton bezahlt, wie es im Parlament hiess. Der Baustart ist für Ende dieses Jahr vorgesehen.

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