
Wer will schon bis Schmudo warten? Am Samstag ist der Europaplatz vor dem KKL ganz in der Hand der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Gefühlt die halbe Guugger-Schweiz feiert die Bahnhof-Guuggete, die aus Platzgründen zum zweiten Mal hier und nicht in der Bahnhofshalle stattfindet. Einige sind aus der Romandie angereist, wie Nathalie von der Guuggenmusig Vicaclique aus Val Terbi im Jura. Sie sagt: «Wir kommen seit Jahren, denn Luzerner Guuggenmusigen sind einfach grossartig.»

Auch Silvan von den Lindenberggeischtern aus Buttwil im Freiamt gehört zu den Stammgästen – er sagt: «Es ist ein cooler Anlass und wir lassen uns hier gerne inspirieren.» Nur zu tief ins Glas schauen dürfen sie nicht. «Wir haben heute noch einen Auftritt in Hämikon», sagt er lachend. Oder da ist Fredi aus Basel von den Original Chnulleri (gegründet 1936). Er sagt: «Wir kannten die Bahnhof-Guuggete nur vom Hörensagen. Es ist so geil.»

«Tolle, friedliche Fasnachtsstimmung»
Die Stars auf der Bühne sind die 18 Guuggenmusigen aus dem ganzen Kanton Luzern, die den Europaplatz zum Beben bringen. Trotz viel Volk bleibt immer genügend Platz zum Zirkulieren. Dafür sorgt das gegenüber dem Vorjahr leicht angepasste Layout. So nimmt der Anlass neu den ganzen Bereich vor dem KKL ein und die Foodstände wurden umplatziert. Das alles zahlt sich laut OK-Präsident Livio Lustenberger aus: «Wir erleben eine tolle, friedliche Fasnachtsstimmung und sind sehr zufrieden.»

Dies bestätigt Stefan Geisseler, Co-Leiter Stadtraum und Veranstaltungen: «Die Anpassungen bewähren sich.» Bis zu 4500 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler gleichzeitig sind auf dem Areal zugegen – problemlos. Dies gilt selbst für den Schluss der Veranstaltung, als sich besonders viele Leute hier aufhalten, weil im KKL am Abend das «Hecht»-Konzert stattfindet und das Lilu-Lichtfestival in seinen zweitletzten Abend startet. (hor)



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