Baar

Verwaltungsangestellte arbeiten künftig im Schulhaus Marktgasse: So sieht die Rochade im Schulkreis Zentrum aus

Das Schulhaus Marktgasse taugt nicht mehr für die heutigen Unterrichtsbedingungen. Deshalb werden die Klassen ins frisch sanierte Sternmatt 1 ziehen. Das Gebäude an der Marktgasse 10 wird zwischengenutzt.
Die Baarer Verwaltung soll vorübergehend ins Schulhaus Marktgasse ziehen.
Bild: Archivbild: Werner Schelbert

Zwei Jahre lang wurde das denkmalgeschützte Unterstufenschulhaus Sternmatt 1 saniert. Im September dieses Jahres wird es bezugsbereit sein. Darüber informiert die Gemeinde Baar in einer Medienmitteilung.

Mit den renovierten Schulräumen würden sich für die Schulen Baar «neue Optionen eröffnen». Zusammen mit dem Gemeinderat seien «verschiedene Möglichkeiten geprüft worden, wie das Unterstufenschulhaus Sternmatt 1 künftig genutzt werden soll». Dabei sei auch das Schulhaus Marktgasse im Fokus gestanden. Der Bau aus dem Jahr 1879 weise räumliche Einschränkungen und Defizite auf. «Es fehlen flexible Lernräume, die unterschiedliche Unterrichtsformen ermöglichen», schreibt die Gemeinde.

Aus diesen Überlegungen heraus hat der Gemeinderat entschieden, dass die Klassen vom Schulhaus Marktgasse per Ende Schuljahr 2026/2027 ins neu renovierte Unterstufenschulhaus Sternmatt 1 umziehen.

Gemeinderat wird im Winter den Kredit beantragen

Durch den Wechsel der Klassen vom Schulhaus Marktgasse ins Sternmatt 1 ergebe sich die Möglichkeit, das Schulhaus Marktgasse ab dem Schuljahr 2027/2028 befristet einer Zwischennutzung zuzuführen. So soll die Baarer Verwaltung das Schulhaus als Provisorium nutzen.

Denn: Der Gemeinderat plane, an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember einen Kredit für den Umbau des Gemeindehauses an der Rathausstrasse 6 zu beantragen. Das gut 20 Jahre alte Gemeindehaus entspreche «in verschiedenen Bereichen» nicht mehr den «heutigen Anforderungen an einen modernen Verwaltungsbetrieb».

Gleichzeitig stosse das Gebäude an seine Kapazitätsgrenzen. Die Zahl der Mitarbeitenden sei in den vergangenen Jahren gewachsen, der Raum werde knapp. Der Gemeinderat plane  deshalb eine Sanierung des Gemeindehauses, verbunden mit einer «Optimierung der Platzverhältnisse».

Um den Verwaltungsbetrieb während der rund einjährigen Bauzeit aufrechtzuerhalten und die Verwaltungsmitarbeitenden nicht dem Baulärm auszusetzen, soll die Verwaltung vorübergehend ins Schulhaus Marktgasse ziehen und nach Abschluss der Arbeiten ins Gemeindehaus zurückkehren. Somit werde gewährleistet, «dass die Verwaltung zentral und gut erreichbar für die Bevölkerung bleibt».

Wie das Schulhaus Marktgasse «weiterhin für schulische Zwecke genutzt, beziehungsweise ertüchtigt werden soll», wolle der Gemeinderat nun prüfen. (gy)

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