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Luzern

«Autos gehören ins Museum»: Klima-Aktivisten stören Attraktion im Verkehrshaus

Am Dienstagnachmittag haben Aktivisten der Bewegung «Liberate Switzerland» das Autotheater im Verkehrshaus Luzern unterbrochen – mit der Aktion wollen sie auf die Schädlichkeit von Autos, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden, hinweisen.
Aktivisten von «Liberate Switzerland» decken eines der im Verkehrshaus Luzern ausgestellten Autos ab.
Bild: Bild: zvg

Um zirka 14.30 Uhr haben drei «Sympathisanten» der Bewegung «Liberate Switzerland» das Autotheater im Verkehrshaus Luzern unterbrochen. Auf der Präsentationsbühne des Schaulagers, mit welcher Besucherinnen und Besucher die gewünschten Fahrzeuge näher betrachten können, bedeckten die Aktivisten ein Fahrzeug mit einem Transparent mit der Aufschrift «Autos gehören ins Museum».

Mit «Liberate Switzerland»-Bannern hätten sie sich darauf vor dem alten VW Golf auf den Boden gesetzt und eine «kurze Rede zum Klimanotstand» gehalten – die Gruppierung informierte via Medienmitteilung selber über die Aktion. Man habe so darauf hinweisen wollen, dass «Autos das Klima und das Leben zerstören» und deshalb «definitiv ins Museum gehören».

Verkehrshaus prüft Anzeige

Das Verkehrshaus Luzern nahm auf Anfrage Stellung zum Vorfall: «Wir tolerieren solche Aktionen unter keinen Umständen», erklärt Beatrice Rüttimann, Leiterin Unternehmenskommunikation. Nachdem die Polizei umgehend informiert worden sei, würde derzeit das Videomaterial ausgewertet und eine Anzeige geprüft. «Wir bedauern solche Aktionen, denn sie stören den Museumsbetrieb und verursachen unnötigen Aufwand», so Rüttimann. Ob die Aktivisten Eintritt bezahlt oder unerlaubt in das Verkehrshaus eingedrungen seien, sei noch nicht bekannt.

Schon vergangene Woche hatte die neue Bewegung auf sich aufmerksam gemacht, indem sie ein Porsche-Zentrum in Crissier VD mit Farbe attackiert hatten. Zudem hätten sie Autos in der AMAG Bern mit orangem Pulver beworfen. Weitere Aktionen seien im Mai geplant, schreibt die Bewegung. Mittels einer Online-Petition fordert sie den Bund zudem auf, den Verkauf von Neuwagen, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden, ab 2025 zu verbieten und in sanfte Mobilität und den öffentlichen Verkehr zu investieren. (sre)

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